Kontraindikationen der Neuraltherapie: Wann ist der therapeutische Einsatz von Lokalanästhetika NICHT sinnvoll?
Von Dr. med. Stefan Weinschenk | 29.April 2013

Auch sehr effektive, sichere und nebenwirkungsarme Therapien können unter bestimmten Bedingungen wirkungslos oder sogar schädlich sein. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von Kontraindikationen bzw. einer Gegenanzeige. Das DocCheck Flexikon schreibt hierzu: „Eine Kontraindikation ist ein Faktor (z. B. Alter, bestimmte Vorerkrankungen, Verletzungen etc., aber auch Zustände wie z.B. Schwangerschaft), der gegen eine bestimmte diagnostische oder therapeutische Maßnahme (z. B. die Verabreichung eines Medikaments) spricht. Wird eine Kontraindikation ignoriert, kann daraus die Schädigung eines (Organ-) Systems oder die Verschlechterung einer bestehenden Grunderkrankung resultieren.“ Kontraindikationen gibt es auch für den therapeutischen Einsatz von Lokalanästhetika, wie er in der Neuraltherapie praktiziert wird. Der folgende Beitrag soll Patienten helfen, die Kontraindikationen der Neuraltherapie besser zu verstehen. Er basiert im Wesentlichen auf Inhalten des „Handbuchs Neuraltherapie“ (URBAN & FISCHER).

Abbildung: Das Kapitel 6.4 des „Handbuchs Neuraltherapie“ fasst absolute, relative und „Nicht“-Indikationen der Neuraltherapie für medizinische Fachkreise zusammen.
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Schwere VorwĂĽrfe gegen Markus Grill. Wiki-Watch Co-Initiator wirft SPIEGEL-Redakteur Medienmanipulation vor.
Von Neuraltherapie.Blog | 18.März 2013
Ein fast zweijähriger Rechtsstreit zwischen SPIEGEL-Verlag und dem Journalisten Jobst Spengemann nähert sich seinem Ende und könnte fĂĽr SPIEGEL-Redakteur Markus Grill weitreichende berufliche Konsequenzen haben. Anlass ist eine Frontal21-Sendung vom 18.01.2011, gemäß der zwei Pharma-Händler versuchten, einen sie belastenden Kronzeugen unschädlich zu machen und die mit der vorĂĽbergehenden Verhaftung eines der beiden Pharma-Händler wegen Verdunkelungsgefahr endete (1). Markus Grill verfasste anschlieĂźend den SPIEGEL-Artikel „Mal PR-Agent, mal Reporter“ (2), in dem er behauptete: „ … inzwischen gibt es Zweifel an der GlaubwĂĽrdigkeit des Autors, Jobst Spengemann. Denn der … hat frĂĽher selbst ähnliche Kampagnen gegen Pharmakritiker mit geplant.“ Diese groteske und schwer rufschädigende Tatsachenbehauptung hat einer fast zweijährigen gerichtlichen PrĂĽfung bisher nicht standgehalten. VerkĂĽndet das Kammergericht Berlin am 22. April 2013 nun ein Urteil, welches dem entspricht, was es in seiner letzten Sitzung am 25.02.2013 schon angedeutet hat, so wird dies Einfluss auf Grills berufliche Zukunft haben. Denn es gibt weitere schwere VorwĂĽrfe, zu denen der SPIEGEL-Redakteur Rede und Antwort stehen muss. Der langjährige Journalist Prof. Wolfgang Stock wirft Markus Grill vor, „politische Kampagnen … und private RachefeldzĂĽge“ durchzufĂĽhren (3).x

Abbildung: Abspann eines Frontal21-Beitrags von Christian Esser und Jobst Spengemann, gesendet am 18.01.2011.
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Chronische Entzündungen und moderne Zivilisationskrankheiten. Interview mit Chefärztin Dr. Dr. med. Petja Piehler. (→„silent inflammation“)
Von Claus Fritzsche | 15.Februar 2013
Chronische EntzĂĽndungen geraten immer stärker in den Fokus der modernen Medizin. Das Journal „Nature“ widmete ihnen 2008 die Beilage „Inflammation“. Viele Zivilisationskrankheiten gehen einher mit chronisch entzĂĽndlichen Prozessen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von einer multifaktoriellen Genese der Krankheitsentstehung. Nicht eine einzige Ursache sondern viele Einflussfaktoren können Erkrankungen auslösen und am Leben erhalten. Wer nicht nur Symptome unterdrĂĽcken und stattdessen die körpereigene Selbstheilung stimulieren will, der tut gut daran, die Vielzahl der pathogenen Faktoren auch therapeutisch zu berĂĽcksichtigen. Sogenannte inflammatorische Prozesse (EntzĂĽndungen) scheinen in diesem Zusammenhang eine ĂĽbergeordnete Rolle zu spielen und mit ihnen MaĂźnahmen, die EntzĂĽndungen vorbeugen und sie therapieren. Dr. Dr. med. Petja Piehler, Chefärztin Innere Medizin an der RoMed Klinik Wasserburg am Inn, erläutert im folgenden Interview, warum das Wissen um entzĂĽndliche Prozesse fĂĽr uns alle sehr wichtig sein kann und warum es einem therapeutischen Konzept – der Neuraltherapie – zu wachsender Bedeutung verhilft.

Foto: CRP ist ein Indikator fĂĽr EntzĂĽndungen. Subklinische chronische EntzĂĽndungen lassen sich mittels Neuraltherapie (NT) schonend und nachhaltig hemmen. - Foto: © DOC RABE Media – Fotolia.com
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Wie objektiv ist die Bewertung medizinischer Therapieverfahren? „Medizin ist keine exakte Wissenschaft“, sagt MdB Birgitt Bender. (→ Teil 2)
Von Claus Fritzsche | 8.Januar 2013
Ob medizinische Therapieverfahren in die Regelversorgung aufgenommen und damit von Krankenkassen bezahlt werden, das hängt von vielen Faktoren ab, nicht allein von ihrem Nutzen und der Studienlage. Anders als bei der Zulassung eines Autos durch den TÜV gibt es in der Medizin Ermessensspielräume, die auch durch politische, paradigmatische und wirtschaftliche Faktoren beeinflusst werden können. „Medizin ist keine exakte Wissenschaft“, sagt MdB Biggi Bender von den Grünen (1) daher auch mit Fug und Recht. Im ersten Teil dieser Kurzserie habe ich erläutert, wie sich die Bewertungskriterien der Medizin in den letzten 100 Jahren verändert haben und warum es selbst heute keine „Evidenz für die Evidenzkriterien“ gibt. Die in der Kritik stehenden sehr starren Evidenz-Hierarchien sind sozial verhandelte Bewertungsmaßstäbe. „Wer hier die Nase vorne hat, entscheidet damit auch, was als evidenzbasiert anerkannt wird“, sagt Prof. Dr. Stefan Schmidt (2). In diesem Beitrag zeige ich nun anhand konkreter Beispiele, wie fragwürdig manche Bewertungen medizinischer Therapieverfahren sein können und warum die Öffentlichkeit gut beraten ist, wenn sie Empfehlungen oder Entscheidungen von Bewertungsinstanzen wie z. B. IQWiG oder G-BA konstruktiv kritisch hinterfragt.

Abbildung: Politische und wissenschaftliche Gremien prüfen und bewerten die Sicherheit, Wirksamkeit und den Nutzen (zunehmend auch die Wirtschaftlichkeit) von medizinischen Therapieverfahren. Im Idealfall geschieht dies zum Wohl der Bevölkerung.
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Zur Arzneimittelsicherheit von Procain in der Neuraltherapie
Von Dr. med. J.D. Hahn-Godeffroy | 8.Dezember 2012

„Bei guter Kenntnis der Anatomie, der Injektionstechniken und bei Einhaltung der Höchstdosen handelt es sich um eine äußerst risikoarme Therapieform“, schreibt das Klinikum Essen-Mitte auf seiner Website zur Neuraltherapie mit Procain. Dabei ist unterstellt: reines Procain, keine „Mischspritzen“, keine Konservierungsstoffe. In der Schweiz ist die Neuraltherapie mit Procain seit 1. Juli 2011 Teil der von den Krankenkassen anerkannten Leistungen im Rahmen der medizinischen Grundversorgung. Das ist ein nachhaltiger Beleg für die Sicherheit der Neuraltherapie, die in der Schweiz hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihrer Nebenwirkungsarmut umfassend evaluiert wurde (1). Es wird höchste Zeit, mit Procain-Legenden aufzuräumen, die sich auf Beipack-Zetteln sowie im Internet hartnäckig halten, wie sich zeigen wird, ohne Substanz.

x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Tendenziös: Werner Bartens und das Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. Mehr Qualität ist möglich!
Von Claus Fritzsche | 13.Oktober 2012

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Veröffentlichen Tageszeitungen täglich hunderte neuer Artikel, Berichte, Kommentare etc., dann schleicht sich früher oder später auch einmal der Fehlerteufel ein. Das ist in Ordnung. Einen Anlass zu Kritik gibt es erst dann, wenn sich Fehler auffällig häufen oder Darstellungen wiederholt tendenziös sind. Im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung, seit 2008 unter der redaktionellen Leitung von Werner Bartens, ist dies meines Erachtens seit geraumer Zeit der Fall. Das Problem: Der Glanz, den Werner Bartens als preisgekrönter Journalist und Bestseller-Autor verbreitet, und der in vielen Jahrzehnten aufgebaute gute Ruf der Süddeutschen Zeitung lenken davon ab, dass es im Wissenschaftsressort handfeste und belegbare Qualitätsprobleme gibt. Für meinen Geschmack veröffentlicht SZ Wissen zu viele „inszenierte Geschichtchen“ von Journalisten, die ein starkes Sendungsbewusstsein haben, es mit den Fakten und dem Kleingedruckten jedoch nicht so genau nehmen. Als Ursache sehe ich die Nähe des Ressorts zur Ideologie der „Skeptikerbewegung“, einer naiv szientistisch ausgerichteten Gruppierung atheistischer Fundamentalisten. Der Versuch einer Bestandsaufnahme.

Eine Inszenierung kann trockene Zahlen, Daten, Fakten spannend präsentieren … oder aber verzerren und den Sinn entstellen.
Foto: © adimas – Fotolia.com
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | 2 Kommentare »
Forschungslage Neuraltherapie: Interview mit Prof. Dr. med. Lorenz Fischer von der Universität Bern.
Von Neuraltherapie.Blog | 21.August 2012
Was motiviert einen Allgemeinmediziner, seine Praxis ausschließlich auf die Schmerz- und Neuraltherapie zu spezialisieren? „Mich fasziniert, wie sich über den Weg der Neuraltherapie die Neurophysiologie des Schmerzes weiter erforschen und erklären lässt und mit wie wenig Aufwand und praktisch ohne Nebenwirkungen oft lang anhaltende therapeutische Effekte erreicht werden können.“ Diese Worte stammen von Prof. Dr. med. Lorenz Fischer, der neben seiner Praxis die Neuraltherapie an der Universität Bern in einer Teilzeit-Dozentur lehrt und erforscht. Im folgenden Interview erläutert Prof. Fischer, welche Teile der Neuraltherapie Bestandteil der konventionellen Medizin sind und welche Teile zur Komplementärmedizin gehören.

x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Wie objektiv ist die Bewertung medizinischer Therapieverfahren? „Medizin ist keine exakte Wissenschaft“, sagt MdB Birgitt Bender. (→ Teil 1)
Von Claus Fritzsche | 8.August 2012

Das Schweizer Eidgenössische Departement des Innern (EDI) veröffentlichte 2011 eine Nachricht (1), über die sich viele Patienten und Neuraltherapeuten sehr gefreut haben: „Die Schmerzbehandlung mittels Injektionen von Lokalanästhetika (sog. lokale und segmentale Neuraltherapie) wurde im Rahmen der Anträge der Komplementärmedizin als unbestrittene, nicht zur Komplementärmedizin zugehörige Leistung beurteilt, deren Kosten zu übernehmen sind“. Was wissenschaftliche und politische Instanzen der Schweiz hier entschieden haben, ist derzeit in Deutschland nicht zu erwarten. Warum? Weil die Aufnahme von Therapieverfahren in die Regelversorgung von vielen Faktoren abhängt, nicht allein von der Studienlage. Anders als bei der Zulassung eines Autos durch den TÜV gibt es in der Medizin Ermessensspielräume, die auch durch politische, paradigmatische und wirtschaftliche Faktoren beeinflusst werden. „Medizin ist keine exakte Wissenschaft“, sagt MdB Biggi Bender von den Grünen (2) und trifft den Nagel auf den Kopf.

Abbildung: Politische und wissenschaftliche Gremien prüfen und bewerten die Sicherheit, Wirksamkeit und den Nutzen (zunehmend auch die Wirtschaftlichkeit) von medizinischen Therapieverfahren. Im Idealfall geschieht dies zum Wohl der Bevölkerung.
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Neuraltherapie bei Arthrose, eine effektive und schonende therapeutische Option. (→ Arthrosis deformans)
Von Imke Plischko | 19.Juni 2012

Arthrose bzw. „Arthrosis deformans“ ist eine typische Alterserkrankung. Der Begriff bezeichnet den Verschleiß von Gelenken. Mediziner sprechen auch von einer „degenerativen Gelenkerkrankung“. Arthrosepatienten sind in der Regel älter als 60 Jahre. Das hängt damit zuammen, dass unsere Gelenke mit zunehmendem Alter ganz automatisch abgenutzt werden. Von Arthrose können allerdings auch jüngere Patienten (1) betroffen sein. Arthrose kann verschiedene Ursachen haben, z. B. starke körperliche Belastung, Fehlbildungen der Gelenke (Dysplasie), Entzündungen oder eine genetische Veranlagung. Arthrose gehört zu jenen Erkrankungen einer hausärztlichen Praxis, bei denen die Neuraltherapie bereits mit einfachen Techniken sehr gute Erfolge zeigt, berichtet Dr. med. Stefan Weinschenk in seinem „Handbuch Neuraltherapie“ (→ Amazon). Auch in meiner Praxis berichten viele Patienten meist schon nach der ersten oder zweiten Behandlung über eine Besserung ihrer Beschwerden. Dabei gilt: Kein Patient gleicht dem anderen. Die Neuraltherapie ist zwar eine effektive, preiswerte und nebenwirkungsarme therapeutische Option. Sie ist jedoch kein Allheilmittel und wirkt umso besser, je früher im Verlauf einer Arthrose sie eingesetzt wird.

Foto: Röntgenbild eines Kniegelenks – © The Photos – Fotolia.com
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Max Rauner: ZEIT (Halb-) WISSEN? Porträt von Edzard Ernst gibt Rätsel auf. Dokumentation bei CAM Media.Watch.
Von Imke Plischko | 24.Mai 2012

Max Rauner, Redakteur des Magazins ZEIT WISSEN, gibt Journalistenkollegen Rätsel auf. „Die Portraits, die ich schreibe, beruhen immer auf subjektiven Beobachtungen“, sagte er auf RĂĽckfrage, „bitte haben Sie Verständnis dafĂĽr, dass ich nicht ĂĽber Fragen zum Journalismus diskutieren möchte.“ Björn Bendig, Medizinjournalist und Redakteur beim Deutschen Zentralverein homöopathischer Ă„rzte (DZVhĂ„) e.V. in Berlin, hat Max Rauner mit Ergebnissen eines „kleinen Faktenchecks“ (1) zu seinem Porträt „Edzard Ernst – Edzard gegen Charles“ konfrontiert. Der ZEIT WISSEN-Redakteur blockte jedoch ab und war nicht bereit, auf Sachfragen einzugehen. Der Medizin- und Wissenschaftsjournalist Claus Fritzsche war Max Rauner „allerdings dankbar, dass er sein Porträt so subjektiv und emotional färbte und der korrekte Umgang mit fachlichen Details … keine Priorität hatte“. Er nahm den journalistischen Unfall zum Anlass, „einmal diverse Herrn Ernst betreffende Stereotype kritisch zu hinterfragen“. Herausgekommen ist ein gut dokumentiertes „Gegenporträt“ von Edzard Ernst im Blog CAM Media.Watch (2), das in einem Punkt alarmiert: Es zeigt, wie stark kontrovers diskutierte wissenschaftliche Themen durch ideologische Motive verzerrt werden können, ohne dass dies der Redaktionsleitung auffällt.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
IV. Internationaler Kongress fĂĽr Neuraltherapie in Istanbul
Von Prof. Dr. Dr. med. HĂĽseyin Nazlikul | 22.April 2012

Vom 14. bis 17. Juni 2012 treffen sich neuraltherapeutisch arbeitende Ärzte aus Europa im Titanic Hotel Kartal in Istanbul, um sich während des nun schon zum vierten Mal stattfindenden Internationalen Kongresses für Neuraltherapie über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der neuraltherapeutischen Regulationsmedizin zu informieren und praktische Erfahrungen auszutauschen. Der Kongress findet mit Unterstützung der Ärztegesellschaften IGNH, ÖNR, SANTH und der Griechischen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung statt. Veranstalter ist die türkische Akademischen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationstherapie e.V. (BNR). Zum Kreis der Referenten gehören u.a. Prof. Dr. med. Lorenz Fischer von der Universität Bern und Prof. Dr. rer. med. Jürgen Giebel von der Universität Greifswald.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Neuraltherapie bei Heuschnupfen (Rhinitis Allergica, Pollinose). Eine effektive therapeutische Option.
Von Imke Plischko | 17.März 2012

Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Frühlingszeit ist Pollenzeit und gleichzeitig auch Beginn der Heuschnupfen-Saison. Etwa 10 bis 15 Prozent der Europäer leiden unter Heuschnupfen, weil ihr Immunsystem auf Blütenstaub überreagiert. Patienten, die in meiner Praxis erscheinen, haben meist schon alles ausprobiert: die konventionelle Medizin mit ihren diversen Medikamenten, Hyposensibilisierung, Homöopathie, Akupunktur, Traditionelle chinesische Medizin (TCM). Behandle ich diese Heuschnupfen-Experten dann erstmals mittels Neuraltherapie, so zeigen sich immer wieder verblüffende Erfolge. Die Injektion eines lokalen Betäubungsmittels (Procain) löst meist schon eine sofortige Besserung der Beschwerden aus, die sich nach der zweiten und dritten Behandlung in vielen Fällen nochmals steigert. 8 von 10 Patienten schildern mir darüber hinaus eine Verringerung ihrer Symptome im Folgejahr. Neuraltherapie bei Heuschnupfen ist kein Erfolgsgarant. Es handelt sich jedoch um eine effektive, preiswerte und schonende therapeutische Option, die es wert ist, einmal ausprobiert zu werden.

Foto: ©iStockphoto.com/Imgorthand
x
Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | 2 Kommentare »
„Crashkurs Wikipedia“: Dr. Marius Beyersdorff erklärt, wie Wikipedia „funktioniert“ und teilweise von Interessengruppen missbraucht wird.
Von Claus Fritzsche | 29.Februar 2012

„Wer definiert Wissen?“ lautet der Titel eines Buches von Dr. Marius Beyersdorff, welches der spannenden Frage nachgeht, wie Wikipedia-Artikel zu kontrovers diskutierten Themen ausgehandelt werden und welche informellen Machtstrukturen dabei wirksam sind. Der Klappentext des Buches vermittelt ein wenig den Charme trockener akademischer Materie. Aus meiner Sicht ist die Dissertation des Medizinökonoms Dr. Beyersdorff jedoch ein spannendes Grundlagenwerk mit praktischem Nutzen. „Wer definiert Wissen?“ dokumentiert, durch welchen Prozess Wissen bei Wikipedia ausgehandelt wird und wie Interessengruppen die Online-Enzyklopädie teilweise für sich instrumentalisieren. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung kommen Interessengruppen jedoch nicht zwangsläufig von außen. Für Aufsehen sorgen vielmehr mächtige Insider aus der Wikipedia-Community, die sich im Rahmen informeller Bündnisse gegenseitig die Bälle zuspielen und Wikipedia damit zu einer teilweise geschlossenen Gesellschaft machen. Wer sich für Wissen, Kommunikation und Online-Medien interessiert, der kann dieses Buch getrost als „Pflichtlektüre“ einstufen.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | 2 Kommentare »
Internationaler Kongress fĂĽr Neuraltherapie in Sitges bei Barcelona
Von Imke Plischko | 26.Januar 2012

Vom 17. bis 20. Mai 2012 treffen sich neuraltherapeutisch arbeitende Ärzte und Zahnärzte aus aller Welt (mehrheitlich aus Europa und Lateinamerika) in Sitges bei Barcelona, um während des Internationalen Kongresses für Neuraltherapie Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung wird von der Spanischen Gesellschaft für Neuraltherapie mit Unterstützung und Anerkennung der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie (IGNH) organisiert. Sie bietet Ärztinnen und Ärzten eine gute Gelegenheit, ihren fachlichen Horizont in Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden zu erweitern. Zum Kreis der Referenten gehört auch Prof. Dr. med. Lorenz Fischer von der Universität Bern (Kikom). Lorenz Fischer berichtet auf dem Kongress u.a. von seiner Studie, die Patientenzufriedenheit bei der Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen in der Grundversorgung untersuchte und dabei Neuraltherapie und Schulmedizin miteinander verglich.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Ärzte-Seminar „Neuraltherapie bei Gelenkerkrankungen“ am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Ernst-Moritz-Arndt Universität-Greifswald
Von Dr. med. Hans Barop | 15.Dezember 2011

„Neuraltherapie bei Gelenkerkrankungen“ lautet das Thema eines Ärzte-Seminars, welches das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Greifswald und die Internationale medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke e.V. (IGNH) vom 28. bis 29. April 2012 in Greifswald veranstalten. Wer die Neuraltherapie effektiv einsetzen will, der benötigt neben guten anatomischen und neuraltherapeutischen Kenntnissen auch einen Überblick über den neuesten Stand der Hochschulmedizin. Hier liegt der besondere Wert der „Greifswalder Seminare“: Sie bauen eine Brücke zwischen moderner Medizin und Neuraltherapie und sie bieten die ideale Gelegenheit, um anatomische Kenntnisse aufzufrischen und Injektionstechniken intensiv einzuüben. Die Schönheit Greifswalds, der Universität und des anatomischen Instituts sowie der Charme der gastgebenden Anatomen (Prof. Endlich, Prof. Giebel, Prof. Koppe) leisten ihr Übriges, damit auch das Gemüt voll auf seine Kosten kommt. „Greifswalder Seminare“ sind bekannt für ihre schöne familiäre Atmosphäre, in der nicht selten aus Kollegen Freunde werden.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Was ist Neuraltherapie? So verschaffen Sie sich einen schnellen Ăśberblick.
Von Claus Fritzsche | 19.November 2011
Was genau ist Neuraltherapie? Wie wirkt die Neuraltherapie? Wie verläuft eine neuraltherapeutische Behandlung? Bei welchen Krankheiten kommt die Neuraltherapie zum Einsatz? Fragen dieser Art beantworten drei Patienteninformationen, die ich Ihnen hier vorstellen will. So viel vorweg: Das Ziel der Neuraltherapie ist es, den menschlichen Körper durch Injektion eines lokalen Betäubungsmittels zur Selbstheilung anzuregen. Ob kleine Schnittverletzung, Kopfschmerzen, grippaler Infekt oder die Entsorgung entarteter Zellen, der menschliche Körper verfügt über erstaunliche Möglichkeiten, sich selbst zu heilen. Ärzte nennen diese Fähigkeit Regulation. Bei vielen akuten und chronischen Erkrankungen ist die Selbstregulation unseres Körpers jedoch überfordert. Die Neuraltherapie ist hier eine teils sehr effektive therapeutische Option und mitunter eine Alternative zur langjährigen Einnahme von Medikamenten. Neuere Forschungsarbeiten belegen dies und sind der Grund, warum beispielsweise die Schweizer Grundversicherung eine Schmerzbehandlung mittels Injektionen von Lokalanästhetika seit 2011 als wirksam, zweckmäßig und wirtschaftlich einstuft.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | 1 Kommentar »
Leseprobe: „Lehrbuch Integrative Schmerztherapie“ von Prof. Lorenz Fischer und Dr. med. Elmar T. Peuker
Von Imke Plischko | 17.Oktober 2011

Der Haug-Verlag veröffentlichte soeben ein neues Fachbuch, welches zum neuen Standardwerk der Schmerztherapie werden könnte. Das „Lehrbuch Integrative Schmerztherapie“von Prof. Lorenz Fischer und Dr. med. Elmar T. Peuker ist aus mehreren Gründen lesenswert und einzigartig: 1. Es kommen neben wichtigen Vertretern der konventionellen Therapieverfahren und Hochschuldisziplinen auch die Vertreter komplementärer Verfahren zu Wort. 2. Das Buch veröffentlicht – wann immer möglich – wissenschaftlich gesicherter Daten. 3. Prof. Lorenz Fischer und Dr. med. Elmar Peuker haben bewusst auch andere, erfahrungsmedizinisch begründete therapeutische Sichtweisen und Empfehlungen zugelassen. In Hinblick auf den letzten Punkt schreiben sie in ihrem Vorwort: „Ob die Wirkung einzelner Verfahren als unspezifisch angesehen werden muss, ist im Einzelfall (noch) ungeklärt, für die Wirksamkeit häufig aber auch unerheblich.“ Entscheidend ist, was Patienten nützt. Nicht berücksichtigt werden esotere und in erster Linie wirtschaftlich motivierte Therapieverfahren, „deren scheinbare Erfolge allein auf der Verzweiflung der chronisch schmerzgeplagten Patienten beruhen.“

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Welche Krankheiten lassen sich mittels Neuraltherapie effektiv heilen? Wann ist die Neuraltherapie eine therapeutische Option? (→ Indikationen)
Von Claus Fritzsche | 24.September 2011
„Die Neuraltherapie nach Huneke soll bei schwer zu heilenden Krankheitsbildern wie z. B. Migräne (1) erfolgreich sein. Hilft sie mir auch? Ich leide schon seit Jahren unter Kopfschmerzen (Knieschmerzen, Asthma, chronischer Erschöpfung usw. usw.)“ So oder ähnlich fragen Patienten, die zum ersten Mal von den teils spektakulären Erfolgen einer Injektionsbehandlung mit Medikamenten zur lokalen Betäubung (Lokalanästhetika) hören und die in der konventionellen Medizin noch keine Lösung für ihre oftmals chronische Erkrankung gefunden haben. Wann ist die Neuraltherapie eine therapeutische Option? Der folgende Blogbeitrag soll diese typische Patientenfrage fachlich fundiert beantworten. Meine Ausführungen basieren auf dem Kapitel „6.2 Indikationen“ des „Handbuchs Neuraltherapie“ von Dr. med. Stefan Weinschenk. Dieses Buch wurde 2010 bei URBAN & FISCHER (ELSEVIER) veröffentlicht und ist im Moment das aktuellste Standardwerk der Neuraltherapie-Literatur. Was es für Ärztinnen und Ärzte so interessant macht, das erläuterte Herausgeber Stefan Weinschenk in einem ELSEVIER-Interview.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »
Interview: Warum CAM Media.Watch? Claus Fritzsche gibt Auskunft über sein neues Blog. „Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.“
Von Imke Plischko | 16.August 2011
Der Medizin- und Wissenschaftsjournalist Claus Fritzsche hat ein neues Blogprojekt gestartet. Sein Titel: „CAM Media.Watch – Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.“ Claus Fritzsche hat auch das Neuraltherapie.Blog konzipiert und betreut es seit Oktober 2009 redaktionell. Gewöhnlich fĂĽhrt er die Interviews, die an dieser Stelle veröffentlicht werden. Heute tauschen wir einmal die Rollen und ich befrage ihn in eigener Sache: Was verbirgt sich hinter CAM Media.Watch und warum benötigt es ein Weblog, welches Medien rund um das Thema Komplementärmedizin kritisch rezensiert? Wie unabhängig ist die Berichterstattung? Immerhin sponsern die Firmen DHU und Heel CAM Media.Watch nach Angaben der Seite „Über dieses Blog“. Claus Fritzsche erläuterte mir seine Motive und die Entstehungsgeschichte dieses Projekts zur Wissenschafts-Kommunikation.
Themen: Imke Plischko | Kein Kommentar »
Neuraltherapie: EDI Schweiz bestätigt Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der lokalen und segmentalen Neuraltherapie
Von Imke Plischko | 18.Juli 2011

Eine kleine Meldung mit großer Bedeutung: Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) veröffentlichte im Juni (1) eine Nachricht, über die sich Neuraltherapeuten in der Schweiz aber auch international freuen können: „Die Schmerzbehandlung mittels Injektionen von Lokalanästhetika (sog. lokale und segmentale Neuraltherapie) wurde im Rahmen der Anträge der Komplementärmedizin als unbestrittene, nicht zur Komplementärmedizin zugehörige Leistung beurteilt, deren Kosten zu übernehmen sind“. Dies wird explizit in der ab dem 01.07.2011 gültigen Leistungsverordnung aufgeführt. Damit ist die lokale und segmentale Neuraltherapie ohne zeitliche Limitierung in der Grundversicherung. Die Störfeldtherapie ist ab dem 01.01.2012 für zunächst sechs Jahre provisorisch in der Grundversicherung. Danach erfolgt eine Neubeurteilung der Störfeldbehandlung. Hintergrund dieser Entscheidung ist ein Antrag, der 2010 unter der Leitung von Prof. Lorenz Fischer an das Eidgenössische Bundesamt für Gesundheit übermittelt wurde.

Beitrag weiterlesen »
Themen: Neuraltherapie.Blog | Kein Kommentar »

