Internationaler Kongress für Neuraltherapie in Sitges bei Barcelona

Von Imke Plischko | 26.Januar 2012


Vom 17. bis 20. Mai 2012 treffen sich neuraltherapeutisch arbeitende Ärzte und Zahnärzte aus aller Welt (mehrheitlich aus Europa und Lateinamerika) in Sitges bei Barcelona, um während des Internationalen Kongresses für Neuraltherapie Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung wird von der Spanischen Gesellschaft für Neuraltherapie mit Unterstützung und Anerkennung der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie (IGNH) organisiert. Sie bietet Ärztinnen und Ärzten eine gute Gelegenheit, ihren fachlichen Horizont in Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden zu erweitern. Zum Kreis der Referenten gehört auch Prof. Dr. med. Lorenz Fischer von der Universität Bern (Kikom). Lorenz Fischer berichtet auf dem Kongress u.a. von seiner Studie, die Patientenzufriedenheit bei der Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen in der Grundversorgung untersuchte und dabei Neuraltherapie und Schulmedizin miteinander verglich.

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Ärzte-Seminar „Neuraltherapie bei Gelenkerkrankungen“ am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Ernst-Moritz-Arndt Universität-Greifswald

Von Dr. med. Hans Barop | 15.Dezember 2011


„Neuraltherapie bei Gelenkerkrankungen“ lautet das Thema eines Ärzte-Seminars, welches das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Greifswald und die Internationale medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke e.V. (IGNH) vom 28. bis 29. April 2012 in Greifswald veranstalten. Wer die Neuraltherapie effektiv einsetzen will, der benötigt neben guten anatomischen und neuraltherapeutischen Kenntnissen auch einen Überblick über den neuesten Stand der Hochschulmedizin. Hier liegt der besondere Wert der „Greifswalder Seminare“: Sie bauen eine Brücke zwischen moderner Medizin und Neuraltherapie und sie bieten die ideale Gelegenheit, um anatomische Kenntnisse aufzufrischen und Injektionstechniken intensiv einzuüben. Die Schönheit Greifswalds, der Universität und des anatomischen Instituts sowie der Charme der gastgebenden Anatomen (Prof. Endlich, Prof. Giebel, Prof. Koppe) leisten ihr Übriges, damit auch das Gemüt voll auf seine Kosten kommt. „Greifswalder Seminare“ sind bekannt für ihre schöne familiäre Atmosphäre, in der nicht selten aus Kollegen Freunde werden.

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Was ist Neuraltherapie? So verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick.

Von Claus Fritzsche | 19.November 2011

Was genau ist Neuraltherapie? Wie wirkt die Neuraltherapie? Wie verläuft eine neuraltherapeutische Behandlung? Bei welchen Krankheiten kommt die Neuraltherapie zum Einsatz? Fragen dieser Art beantworten drei Patienteninformationen, die ich Ihnen hier vorstellen will. So viel vorweg: Das Ziel der Neuraltherapie ist es, den menschlichen Körper durch Injektion eines lokalen Betäubungsmittels zur Selbstheilung anzuregen. Ob kleine Schnittverletzung, Kopfschmerzen, grippaler Infekt oder die Entsorgung entarteter Zellen, der menschliche Körper verfügt über erstaunliche Möglichkeiten, sich selbst zu heilen. Ärzte nennen diese Fähigkeit Regulation. Bei vielen akuten und chronischen Erkrankungen ist die Selbstregulation unseres Körpers jedoch überfordert. Die Neuraltherapie ist hier eine teils sehr effektive therapeutische Option und mitunter eine Alternative zur langjährigen Einnahme von Medikamenten. Neuere Forschungsarbeiten belegen dies und sind der Grund, warum beispielsweise die Schweizer Grundversicherung eine Schmerzbehandlung mittels Injektionen von Lokalanästhetika seit 2011 als wirksam, zweckmäßig und wirtschaftlich einstuft.

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Leseprobe: „Lehrbuch Integrative Schmerztherapie“ von Prof. Lorenz Fischer und Dr. med. Elmar T. Peuker

Von Imke Plischko | 17.Oktober 2011


Der Haug-Verlag veröffentlichte soeben ein neues Fachbuch, welches zum neuen Standardwerk der Schmerztherapie werden könnte. Das „Lehrbuch Integrative Schmerztherapie“von Prof. Lorenz Fischer und Dr. med. Elmar T. Peuker ist aus mehreren Gründen lesenswert und einzigartig: 1. Es kommen neben wichtigen Vertretern der konventionellen Therapieverfahren und Hochschuldisziplinen auch die Vertreter komplementärer Verfahren zu Wort. 2. Das Buch veröffentlicht – wann immer möglich – wissenschaftlich gesicherter Daten. 3. Prof. Lorenz Fischer und Dr. med. Elmar Peuker haben bewusst auch andere, erfahrungsmedizinisch begründete therapeutische Sichtweisen und Empfehlungen zugelassen. In Hinblick auf den letzten Punkt schreiben sie in ihrem Vorwort: „Ob die Wirkung einzelner Verfahren als unspezifisch angesehen werden muss, ist im Einzelfall (noch) ungeklärt, für die Wirksamkeit häufig aber auch unerheblich.“ Entscheidend ist, was Patienten nützt. Nicht berücksichtigt werden esotere und in erster Linie wirtschaftlich motivierte Therapieverfahren, „deren scheinbare Erfolge allein auf der Verzweiflung der chronisch schmerzgeplagten Patienten beruhen.“

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Welche Krankheiten lassen sich mittels Neuraltherapie effektiv heilen? Wann ist die Neuraltherapie eine therapeutische Option? (→ Indikationen)

Von Claus Fritzsche | 24.September 2011

„Die Neuraltherapie nach Huneke soll bei schwer zu heilenden Krankheitsbildern wie z. B. Migräne (1) erfolgreich sein. Hilft sie mir auch? Ich leide schon seit Jahren unter Kopfschmerzen (Knieschmerzen, Asthma, chronischer Erschöpfung usw. usw.)“ So oder ähnlich fragen Patienten, die zum ersten Mal von den teils spektakulären Erfolgen einer Injektionsbehandlung mit Medikamenten zur lokalen Betäubung (Lokalanästhetika) hören und die in der konventionellen Medizin noch keine Lösung für ihre oftmals chronische Erkrankung gefunden haben. Wann ist die Neuraltherapie eine therapeutische Option? Der folgende Blogbeitrag soll diese typische Patientenfrage fachlich fundiert beantworten. Meine Ausführungen basieren auf dem Kapitel „6.2 Indikationen“ des „Handbuchs Neuraltherapie“ von Dr. med. Stefan Weinschenk. Dieses Buch wurde 2010 bei URBAN & FISCHER (ELSEVIER) veröffentlicht und ist im Moment das aktuellste Standardwerk der Neuraltherapie-Literatur. Was es für Ärztinnen und Ärzte so interessant macht, das erläuterte Herausgeber Stefan Weinschenk in einem ELSEVIER-Interview.

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Interview: Warum CAM Media.Watch? Claus Fritzsche gibt Auskunft über sein neues Blog. „Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.“

Von Imke Plischko | 16.August 2011

Der Medizin- und Wissenschaftsjournalist Claus Fritzsche hat ein neues Blogprojekt gestartet. Sein Titel: „CAM Media.Watch – Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.“ Claus Fritzsche hat auch das Neuraltherapie.Blog konzipiert und betreut es seit Oktober 2009 redaktionell. Gewöhnlich führt er die Interviews, die an dieser Stelle veröffentlicht werden. Heute tauschen wir einmal die Rollen und ich befrage ihn in eigener Sache: Was verbirgt sich hinter CAM Media.Watch und warum benötigt es ein Weblog, welches Medien rund um das Thema Komplementärmedizin kritisch rezensiert? Wie unabhängig ist die Berichterstattung? Immerhin sponsern die Firmen DHU und Heel CAM Media.Watch nach Angaben der Seite „Über dieses Blog“. Claus Fritzsche erläuterte mir seine Motive und die Entstehungsgeschichte dieses Projekts zur Wissenschafts-Kommunikation.


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Neuraltherapie: EDI Schweiz bestätigt Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der lokalen und segmentalen Neuraltherapie

Von Imke Plischko | 18.Juli 2011


Eine kleine Meldung mit großer Bedeutung: Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) veröffentlichte im Juni (1) eine Nachricht, über die sich Neuraltherapeuten in der Schweiz aber auch international freuen können: „Die Schmerzbehandlung mittels Injektionen von Lokalanästhetika (sog. lokale und segmentale Neuraltherapie) wurde im Rahmen der Anträge der Komplementärmedizin als unbestrittene, nicht zur Komplementärmedizin zugehörige Leistung beurteilt, deren Kosten zu übernehmen sind“. Dies wird explizit in der ab dem 01.07.2011 gültigen Leistungsverordnung aufgeführt. Damit ist die lokale und segmentale Neuraltherapie ohne zeitliche Limitierung in der Grundversicherung. Die Störfeldtherapie ist ab dem 01.01.2012 für zunächst sechs Jahre provisorisch in der Grundversicherung. Danach erfolgt eine Neubeurteilung der Störfeldbehandlung. Hintergrund dieser Entscheidung ist ein Antrag, der 2010 unter der Leitung von Prof. Lorenz Fischer an das Eidgenössische Bundesamt für Gesundheit übermittelt wurde.

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Placeboeffekte in der Medizin: evidente hirnphysiologisch und hirnanatomisch lokalisierbare Prozesse. Interview mit Prof. Dr. Stefan Schmidt.

Von Claus Fritzsche | 5.Juni 2011

Im letzten Blogbeitrag ging es um die Forschungslage zum Thema „Placebo & Placeboeffekte in der Medizin“. Es wurde deutlich gemacht, dass Therapien mit geringen spezifischen Effekten (ergo: niedriger Evidenz) Interventionen mit starken spezifischen Effekten (ergo: hoher Evidenz) in Hinblick auf die für den Patienten entscheidende Wirkung signifikant überlegen sein können. Im folgenden Interview mit dem Psychologen Prof. Dr. Stefan Schmidt (→ ZEIT ONLINE: Lernen, mit dem Leiden umzugehen) wird nun deutlich, dass die Placeboforschung weitere spektakuläre Denkanstöße gibt. Die Grenzen zwischen Verum- bzw. Wirkstoffeffekt und Placeboeffekt verschwimmen immer stärker. Vermeintliche Verumeffekte entpuppen sich bei genauerer Untersuchung als Placeboeffekte – und zwar in der konventionellen Medizin. Im Gegenzug erweist sich der Placeboeffekt nicht als Störung der Wahrnehmung sondern als handfester neurobiologischer Effekt, der im Gehirn, ja sogar im Rückenmark und im Körper Spuren hinterlässt – ganz so wie pharmakologische Wirkstoffe. Kein Wunder also, dass die moderne Placeboforschung inzwischen zu einem spannenden Gebiete der medizinischen Grundlagenforschung geworden ist.

Prof. Schmidt auf dem Kongress MEDITATION & WISSENSCHAFT 2010
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Forschungslage: Placebo in der Medizin. Experten raten, den Placeboeffekt stärker für die Therapie zu nutzen.

Von Claus Fritzsche | 11.April 2011


„Placebo wirken stärker und sehr viel komplexer als bisher angenommen. Ihr Einsatz ist von enormer Bedeutung für die ärztliche Praxis.“ Mit diesen Worten warb Prof. Dr. Christoph Fuchs, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer (BÄK), im März für eine jetzt in Buchform vorliegende Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats der BÄK „Placebo in der Medizin“. Obwohl wir mit dem sog. Placeboeffekt vermutlich alle etwas verbinden, handelt es sich doch um einen wolkigen und zu Missverständnissen einladenden Begriff. Nicht wenige verwenden den Terminus „Placeboeffekt“ als Synonym für Wirkungslosigkeit oder einen nur „eingebildeten“ Nutzen. Für andere hat er den negativen Beigeschmack von (Patienten-) Manipulation, Täuschung und Irreführung. Sowohl die neurobiologische als auch die komplementärmedizinische Forschung verwenden einen erweiterten Placebobegriff, der z. B. die Erwartungen des Patienten oder die Arzt-Patienten-Interaktion mit einbezieht. Aus dieser neuen Perspektive betrachtet sind Placeboeffekte im Einzelfall „hirnphysiologisch und -anatomisch lokalisierbar“, therapeutisch wirksam und sehr (!) nützlich. Sie sind jedoch gleichzeitig auch eine ethische Herausforderung, weitgehend unerforscht und können bei negativen Erwartungen zu schädlichen Noceboeffekten führen.


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Warum Procain? Neuraltherapie und die Funktion des Lokalanästhetikums (Teil 2)

Von Imke Plischko | 12.März 2011

Betrachtet man die Neuraltherapie aus der Perspektive der Pharmakologie, so überrascht das 1925 von Ferdinand Huneke entdeckte Therapiekonzept gleich durch zwei Besonderheiten: 1. Neuraltherapeuten setzen zwar ein Pharmakon ein. Sie führen jedoch keine medikamentöse Behandlung im klassischen Sinne durch. 2. Obwohl sie ein Lokalanästhetikum wie z. B. Procain injizieren, geht es ihnen nicht um die lokal betäubende Wirkung. Die zeitlich begrenzte Schmerzausschaltung ist in der Neuraltherapie eine Nebenwirkung ohne jede therapeutische Bedeutung. Ziel der Neuraltherapie ist es vielmehr, eine pathogene (Krankheiten erregende) Reizung des Sympathikus zu unterbrechen. Erfahren Sie nachfolgend, welche Funktion das Lokalanästhetikum in der Neuraltherapie hat.


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Neuraltherapie an der Universität Heidelberg (Forschung und Lehre)

Von Dr. med. Stefan Weinschenk | 2.Februar 2011


„Frauen mit Erkrankungen aus dem gesamten Gebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden von unserem Team von Ärztinnen mit verschiedenen Schwerpunktausbildungen aus dem Bereich der Naturheilverfahren und Komplementärmedizin beraten und ergänzend oder auch ausschließlich betreut.“ Mit diesen Zeilen stellt sich die Ambulanz für Naturheilkunde, Integrative Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg vor. Die Ambulanz führt schwerpunktmäßig klinische Studien durch, in denen die Wirkung von Naturheilverfahren und Verfahren der Komplementärmedizin untersucht wird. Auch die Neuraltherapie nach Huneke spielt in der Ambulanz für Naturheilkunde eine wichtige Rolle – und zwar in Forschung und Lehre. Was wird hier genau erforscht und gelehrt? Der nachfolgende Beitrag gibt einen kleinen Überblick.

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Forscher warnen: Quecksilber ist eine mögliche Ursache für Alzheimer-Demenz (→ Amalgam → Zahnfüllungen)

Von Claus Fritzsche | 10.Januar 2011

„Quecksilber könnte eine der verschiedenen Ursachen von Alzheimer-Demenz sein.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine in Fachkreisen viel beachtete systematische Literaturübersicht, die am 15.11.2010 im renommierten Journal of Alzheimer’s Disease publiziert wurde. Forscher der Europa-Universität Viadrina, des Samueli Instituts, der Northeastern University, Boston und (ehemals) der Universitätsklinik Freiburg sichteten systematisch die gesamte (!) experimentelle und klinische Literatur. Joachim Mutter, Annika Curth, Johannes Naumann, Richard Deth und Harald Walach untersuchten speziell das hoch giftige metallische Quecksilber, welches trotz bekannter Risiken noch immer in Zahnfüllungen vorkommt. Amalgamfüllungen enthalten ca. 50 Prozent Quecksilber und Menschen mit solchen Füllungen absorbieren etwa 1 bis 22 Mikrogramm Quecksilber pro Tag. Das meiste davon wird in den Körper und ins Gehirn aufgenommen und verbleibt dort. Die systematische Überblicksarbeit steht in Kontrast zu einer kleinen Studie mit nur 91 Patienten von Melchart et al. aus dem Jahr 2008, die von SPIEGEL ONLINE etwas voreilig mit der Schlagzeile „Amalgam-Studie gibt Entwarnung“ fehlinterpretiert wurde. Von einer Entwarnung kann keine Rede sein. Das neue Review lässt sich eher als finaler Todesstoß für Amalgan in Zahnfüllungen interpretieren.


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Atopie-Therapie: Neuraltherapie auf dem 3. Europäischen Kongress für Integrative Medizin (ECIM) → Neuroimmunologie

Von Neuraltherapie.Blog | 6.Dezember 2010

Am vergangenen Wochenende fand zum dritten Mal der Europäische Kongress für Integrative Medizin (ECIM) in Berlin statt und etablierte sich damit als internationale Brücke zwischen Schul- und Komplementärmedizin. Mehr als 600 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete, Ärzte, Kostenträger sowie Gesundheitspolitiker aus 26 Ländern diskutierten 2009 die Zukunft optimaler Patientenversorgung, die durch einen weiteren Ausbau der Integrativen Medizin entscheidend verbessert werden kann. 2010 erwarteten die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Stefan N. Willich, Prof. Dr. Benno Brinkhaus und Dr. Peter Fisher rund 700 Fachbesucher. Unter den Teilnehmern war auch der Friedensnobelpreisträger und Träger des Alternativen Nobelpreises, der Quantenphysiker Professor Hans-Peter Dürr. Dr. phil. Barbara Doll und Dr. med. Hans Barop widmeten sich am 4. Dezember dem spannenden Thema: Atopie in der Neuraltherapie. Der neuroimmunologische Zugang. Hier ging es um einen effektiven Therapieansatz zur Behandlung von allergischen Erkrankungen.


Das European Journal of lntegrative Medicine (EuJIM) versteht lntegrative Medizin als Bindeglied zwischen konventioneller Medizin und evidenzbasierter Komplementärmedizin. | mehr …
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Wiki-Watch will Transparenz und Qualität der deutschsprachigen Wikipedia erhöhen (→ Europa-Universität Viadrina)

Von Claus Fritzsche | 29.Oktober 2010

Mit „Wiki-Watch.de“ ging am vergangenen Freitag, dem 22. Oktober, ein Portal online, welches die Transparenz und Qualität der deutschsprachigen Wikipedia verbessern will. Die von Medienrechtlern der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) entwickelte Plattform ermöglicht Interessenten ab sofort Plausibilitäts-Prüfung einzelner Artikel und liefert interessante Hintergrundinformationen über Wikipedia. „Wikipedia ist mit mehr als 1,1 Millionen deutschsprachigen Artikeln die wichtigste Wissensressource. Zwischen 25 und 35 Millionen Mal wird sie täglich allein im deutschen Sprachraum benutzt. Da ist es für jeden Nutzer, aber auch für die Gesellschaft wichtig zu wissen, welcher der Artikel nicht der Qualität entspricht, die wir insgesamt von Wikipedia gewohnt sind“, sagen die beiden Medienrechtler Prof. Dr. Wolfgang Stock und Prof. Dr. Johannes Weberling von der Europa-Universität Viadrina, Initiatoren von „Wiki-Watch”. In einem ersten Test für den Wikipedia-Artikel „Neuraltherapie“ ist Wiki-Watch.de zunächst durchgefallen. Prof. Dr. Wolfgang Stock erläuterte mir, worauf Wikipedia-Autoren achten müssen, wenn sie einen Artikel gegen (regelwidrige) Widerstände neutraler und aktueller schreiben wollen.


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Voll im Trend: „CAM-Bashing“ von Harro Albrecht in der ZEIT und von Sebastian Herrmann in der Süddeutschen Zeitung

Von Imke Plischko | 8.Oktober 2010

Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung hat sich soeben der aktuellen Mode „CAM-Bashing“ (Complementary and Alternative Medicine = CAM) in einzelnen Medien angenommen. Sebastian Herrmann, Redaktion Wissen der Süddeutschen Zeitung, inszenierte am 31.08.2010 eine Räuberpistole über Hochschul-Esoterik, die sich zu 98 Prozent als Falschmeldung herausstellte (→ Viadrina: Komplementäre Medizin – „Immer mehr Spinner“). Bis auf Marco Bischof hat keiner der von Sebastian Herrmann genannten Dozenten etwas mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) zu tun. Herrmanns Stichwortgeber Florian Freistetter von ScienceBlogs.de publizierte bereits eine Fehlermeldung. Nur wenige Tage später folgte dann Harro Albrecht in der ZEIT („Medizinerausbildung – Wehe! Wehe!“) mit ähnlich hoher „Recherche-Qualität“. Sowohl Harro Albrecht als auch Sebastian Herrmann haben, das ist ungewöhnlich, weder systematisch und wissenschafts-konform recherchiert, noch die Objekte ihrer Show-Veranstaltungen zu Wort kommen lassen oder gar befragt. Sie muteten ihren Lesern eine Melange aus Halbwissen, Falschinformationen und persönlichen Vorurteilen zu.  Grund genug für die Carstens-Stiftung, sich auch einmal zu äußern – weniger emotional, dafür jedoch fachlich fundiert.


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Migräne heilen mittels Neuraltherapie: Erfahrungen und Studienlage. Interview mit Dr. med. (I.) Hagen Huneke.

Von Neuraltherapie.Blog | 14.September 2010

Verschiedene retrospektive Studien z. B. von H. Becke, B. Gerlich und H. Huneke zeigen, dass Neuraltherapie nach Huneke ein sehr effizientes Verfahren zur Behandlung von Migräne sein kann, das zugleich kostengünstig und nebenwirkungsarm ist. Dies bestätigt auch ein HTA-Bericht des Schweizer Bundesamts für Gesundheit (BAG) aus dem Jahr 2005, der demnächst in aktualisierter Form publiziert wird. Dr. med. (I.) Hagen Huneke hat sich mit der diesbezüglichen Studienlage intensiv auseinandergesetzt. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin, jüngster Sohn des als Begründer der Neuraltherapie bekannten Dr. med. Ferdinand Huneke. Als Mediziner und Vorstand der Internationalen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke e.V. (IGNH) kennt er sowohl die Perspektive des Arztes als auch jene des methodisch untersuchenden Wissenschaftlers. Im folgenden Interview geht es um die Frage: „Ist Migräne mittels Neuraltheraie heilbar?“

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SANTH: neue Homepage der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke

Von Imke Plischko | 23.Juli 2010

Hochschulnahe Forschung zur Neuraltherapie nach Huneke erfolgt bisher fast ausschließlich in der Schweiz. Vielleicht ändert sich dies, sobald das von den Ärzten Ferdinand und Walter Huneke entdeckte Therapieverfahren auch an der Charité Ambulanz für Prävention und Integrative Medizin in Berlin erforscht wird (siehe auch: Interview mit Dr. med. Hans Barop). Ob Health Technology Assessment, prospektive klinische Studien oder wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit der Neuraltherapie im Vergleich zu konventionell behandelten Patienten, entsprechende wissenschaftliche Arbeiten sind gewöhnlich „Swiss Made“. Begrüßen die Kollegen von der SANTH Besucher nun auf einer frisch renovierten attraktiven Webseite (www.santh.ch), so ist dies im Neuraltherapie.Blog eine Meldung wert – wenn auch weniger wegen des schönen Webdesings und eher wegen der großen fachlichen Bedeutung dieses Verbandes.


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Akupunktur-Studie: Maiken Nedergaard et al. zeigen physiologische Wirkung von Nadelstichen an Mäusen (→ Adenosin)

Von Claus Fritzsche | 10.Juni 2010


Das renommierte Journal nature neuroscience veröffentlichte soeben eine interessante Studie von Mitarbeitern des Center for Translational Neuromedicine in Rochester, USA. Die Publikation von Nanna Goldman, Michael Chen, Takumi Fujita, Maiken Nedergaard et al. hat den Titel Adenosine A1 receptors mediate local anti-nociceptive effects of acupuncture und könnte evtl. auch für das Verständnis der Neuraltherapie von Interesse sein – wenn auch nur am Rande. Bei Akupunktur-Experimenten mit Mäusen konnte eine lokale Erhöhung des Adenosin-Niveaus im Gewebe auf das 24-fache festgestellt werden. Ob dieser neue Mosaikstein allerdings ausreicht, das Phänomen Akupunktur mit möglicherweise vielfältigen Wirkgrößen nun endlich zu verstehen, das darf bezweifelt werden. Es handelt sich hier um ein weiteres Puzzlestück, nicht mehr aber auch nicht weniger.


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Die Neuraltherapie-Ausbildung der IGNH: Qualifikation als Voraussetzung für den therapeutischen Erfolg

Von Dr. med. Uta E. Rehder | 28.Mai 2010


Die Neuraltherapie ist ein ärztliches und invasives Verfahren, das auf Seiten der Therapeuten eine qualifizierte Ausbildung erfordert. Diese Ausbildung wird schon seit vielen Jahren von uns, der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V. (IGNH), angeboten und durchgeführt. In den frühen Anfängen der Neuraltherapie gab es drei Ausbildungskurse, später fünf und seit 2004 umfasst die Ausbildung der IGNH insgesamt zehn Kurse, die innerhalb von zwei Jahren stattfinden. Gerne komme ich der Einladung von Imke Plischko, Herausgeberin dieses Blogs und Vorstandskollegin innerhalb der IGNH, nach und stelle die Grundzüge unseres Ausbildungskonzepts einmal vor.

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III. Internationaler Neuraltherapie-Kongress in Istanbul, Türkei

Von Claus Fritzsche | 27.Mai 2010

Vom 4. bis einschließlich 6.Juni 2010 trifft sich das WHO IS WHO der europäischen Neuraltherapie-Szene im Istanbuler Green Park Hotel Bostanci. Prof. Dr. Hüseyin Nazlikul, Präsident der Türkischen Ärztegesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke, und Prof. Dr. Cihan Aksoy laden zum III. Internationalen Neuraltherapie-Kongress ein. Das Kongressprogramm ist thematisch breit gefächert und umfasst sowohl Grundlagen der Neuraltherapie (z. B. Dr. med. Hans Barop: Wirkmechanismen, Prof. Dr. Jürgen Giebel: Grundlagen des übertragenen Schmerzes und des Sympathikus, Dr. med. Stefan Weinschenk: wissenschaftliche Grundlagen des Störfeld-Konzepts) als auch anwendungsspezifische Aspekte der Neuraltherapie.

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