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Die Neuraltherapie-Ausbildung der IGNH: Qualifikation als Voraussetzung für den therapeutischen Erfolg

Von Dr. med. Uta E. Rehder | 28.Mai 2010


Die Neuraltherapie ist ein ärztliches und invasives Verfahren, das auf Seiten der Therapeuten eine qualifizierte Ausbildung erfordert. Diese Ausbildung wird schon seit vielen Jahren von uns, der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V. (IGNH), angeboten und durchgeführt. In den frühen Anfängen der Neuraltherapie gab es drei Ausbildungskurse, später fünf und seit 2004 umfasst die Ausbildung der IGNH insgesamt zehn Kurse, die innerhalb von zwei Jahren stattfinden. Gerne komme ich der Einladung von Imke Plischko, Herausgeberin dieses Blogs und Vorstandskollegin innerhalb der IGNH, nach und stelle die Grundzüge unseres Ausbildungskonzepts einmal vor.

Grundlagen und praktische Übungen

Als Einstieg dienen zunächst drei Grundkurse, die an die erforderlichen theoretischen anatomischen und neurophysiologischen Grundlagen heranführen. Diese Grundkenntnisse sind sehr wichtig und unerlässlich, um die Neuraltherapie risikoarm und wirkungsvoll anwenden zu können. Gleichzeitig werden vom ersten Kurs an praktische Übungen durchgeführt. Hier wird der neuraltherapeutische Schüler unter Überwachung durch unsere erfahrenen Kursleiter an die Technik und risikoarme Durchführung der Injektionen herangeführt. Wir legen Wert darauf, dass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, Injektionen unter Aufsicht zu üben. Aus diesem Grund halten wir die Anzahl der Kursteilnehmer klein und räumen dem praktischen Teil des Kurses ausreichend Zeit ein.

Vertiefende Kurse

Kurse für Fortgeschrittene können erste dann belegt werden, wenn die Ausbildung in den drei Grundkursen erfolgreich abgeschlossen wurde. Weiterführende Kurse umfassen fachbereichsspezifische Themen der Neuraltherapie,  d. h. sie beschäftigen sich mit den Erkrankungen bestimmter Fachbereiche (z. B. Gynäkologie, Urologie, Orthopädie, Chirurgie, Augenheilkunde, HNO, Pädiatrie, Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Dermatologie ) oder befassen sich mit spezifischen Injektionstechniken, z. B. Injektionen an vegetativen Ganglien oder im Bereich der Wirbelsäule. In allen Kursen werden fachspezifische Erkrankungen und ihre mögliche neuraltherapeutische Behandlung erörtert. Ferner bieten wir einen Zahnkurs an, der nicht nur für Zahnärzte interessant ist, sondern den jeder neuraltherapeutisch tätige Humanmediziner durchlaufen muss, da viele chronische und auch akute Erkrankungen von beherdeten Zähnen hervorgerufen werden.

Prüfung, Zertifizierung & Spezialisierung

Die Neuraltherapie-Ausbildung der IGNH endet mit einer Prüfung, in der Kursteilnehmer ihre Kenntnisse schriftlich, praktisch und mündlich nachweisen müssen. Vor der Prüfung wird noch ein Repetitionskurs aus freiwilliger Basis angeboten, in dem der Prüfling sein über zwei Jahre erlangtes Wissen auffrischen kann und Unsicherheiten vor der Prüfung beseitigt werden können. Die fertig ausgebildeten Neuraltherapeuten nehmen dann in regelmäßigen Abständen an einem Spezialistenkurs teil, der jedes Jahr ein anderes spezifisches Thema behandelt und nur von zertifizierten Neuraltherapeuten besucht werden kann. Alle Ausbildungskurse werden von Ärzten geleitet, die über Jahre in der Anwendung der Neuraltherapie tätig sind und ihrerseits regelmäßig von Seiten der IGNH geschult werden.

Qualifikation: Basis des Erfolgs

Diese qualifizierte Ausbildung ist also die Grundlage, um ein erfolgreicher Neuraltherapeut zu werden. Unerlässlich sind aber natürlich auch die regelmäßige Anwendung der Therapie und die zahlreichen eigenen Erfahrungen, die man in der täglichen Praxis macht. Den Erfahrungsaustausch mit anderen Neuraltherapeuten halten wir für sehr wichtig und bemühen uns mit unseren Kongressangeboten auch darum, ein Forum zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu sein. Auch der Kontakt zu anderen komplementären Verfahren ist uns sehr wichtig. Aus unserer Sicht sollte jeder Neuraltherapeut die Grenzen seiner Methode kennen und Kenntnis von anderen Verfahren haben. Die Verpflichtung zu Kongressbesuchen ist daher fest in unserer Ausbildungsordnung verankert.

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Links zum Thema:

Voraussetzungen für den Erwerb des IGNH-Zertifikates und die Zulassung zum Prüfungskurs

Neuraltherapie-Kurse und Kursinhalte der IGNH

Dr. med. Uta E. Rehder: Neuraltherapie nach Huneke – ein Muss für die hausärztliche Praxis? (Komplementäre und Integrative Medizin, Volume 49, Issue 8, doi:10.1016/j.kim.2008.06.012)

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IGNH: 52 Jahre Neuraltherapie. Interview mit Dr. med. Jürgen W. Rehder, Vorstand der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie e.V.

Neuraltherapie: Interview mit Prof. Dr. Jürgen Giebel, Universität Greifswald

Wikipedia-Kritik: Neuraltherapie wird sachlich falsch und tendenziös dargestellt – von Dr. med. Hans Barop

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Themen: Dr. med. Uta E. Rehder | 1 Kommentar »

Ein Kommentar to “Die Neuraltherapie-Ausbildung der IGNH: Qualifikation als Voraussetzung für den therapeutischen Erfolg”

  1. SANTH: neue Homepage der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke | Neuraltherapie.Blog schreibt:
    2nd.August 2010 um 08:48

    [...] wie in Deutschland (→ Neuraltherapie-Ausbildung der IGNH) spielt die Aus- und Weiterbildung auch in der Schweiz eine große Rolle. Der Verband organisiert [...]

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