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Interview: Warum CAM Media.Watch? Claus Fritzsche gibt Auskunft über sein neues Blog. „Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.“

Von Imke Plischko | 16.August 2011

Der Medizin- und Wissenschaftsjournalist Claus Fritzsche hat ein neues Blogprojekt gestartet. Sein Titel: „CAM Media.Watch – Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.“ Claus Fritzsche hat auch das Neuraltherapie.Blog konzipiert und betreut es seit Oktober 2009 redaktionell. Gewöhnlich führt er die Interviews, die an dieser Stelle veröffentlicht werden. Heute tauschen wir einmal die Rollen und ich befrage ihn in eigener Sache: Was verbirgt sich hinter CAM Media.Watch und warum benötigt es ein Weblog, welches Medien rund um das Thema Komplementärmedizin kritisch rezensiert? Wie unabhängig ist die Berichterstattung? Immerhin sponsern die Firmen DHU und Heel CAM Media.Watch nach Angaben der Seite „Über dieses Blog“. Claus Fritzsche erläuterte mir seine Motive und die Entstehungsgeschichte dieses Projekts zur Wissenschafts-Kommunikation.


Warum CAM Media.Watch?

Interview mit Claus Fritzsche

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Herr Fritzsche, „CAM“ steht für Complementary and Alternative Medicine, „Media“ klingt ein wenig nach Medien und „Watch“ deutet auf ein sogenanntes Watchblog hin. Sie geben jetzt ein Blog mit dem Namen CAM Media.Watch heraus. Warum?

Claus Fritzsche: Die Idee für CAM Media.Watch kam mir erstmals 2005. Zu dieser Zeit veröffentlichte die Stiftung Warentest den Ratgeber „Die Andere Medizin“ und teilte der Öffentlichkeit sinngemäß mit, dass ein großer Teil der komplementärmedizinischen Therapieverfahren nichts taugen würde. Im gleichen Jahr veröffentlichte das Journal The Lancet eine Metaanalyse von Prof. Matthias Egger und proklamierte in einem begleitenden Kommentar der Schriftleitung „Das Ende der Homöopathie“.

Damals kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass eine fundierte Auseinandersetzung mit diesen beiden Publikationen journalistisch sehr spannend sein könnte. Bei „Hart aber fair“ von Frank Plasberg gibt es einen „Faktencheck“. Ich wünschte mir solch ein Format, um das kritisch zu hinterfragen, was Medien so alles rund um „Die Andere Medizin“ und die Metaanalyse von Prof. Egger geschrieben haben.

Die Aufgabe von Wissenschaftsjournalisten ist es nicht, Position zu beziehen sondern Positionen darzustellen. Weil dies insbesondere bei CAM-Themen oftmals nicht geschieht, wesentliche Einschätzungen der Scientific Community überhaupt nicht bekannt sind, habe ich CAM Media.Watch geschaffen.

Sie nutzen das Internet, um Mediendarstellungen von CAM-Themen kritisch zu hinterfragen?

Claus Fritzsche: Ja, das Internet und Google haben erfreulicherweise für neue Spielregeln gesorgt. Breite gesellschaftliche Schichten können heutzutage öffentlich mitdiskutieren und ihre Sicht der Dinge einbringen. Mein Ziel ist es, Journalistinnen und Journalisten ein qualifiziertes Feedback rund um CAM-Themen anzubieten und ihnen darüber hinaus Anregungen für eigene Recherchen zur Verfügung zu stellen.

Im Gegensatz zu manchen Watchblogs geht es mir allerdings nicht um Medienschelte. Auch ich bin Journalist und sitze im gleichen Boot. Stattdessen wünsche ich mir einen Diskurs auf Augenhöhe.

Wie haben Sie das Medienecho zum Ratgeber der Stiftung Warentest und zum Lancet-Kommentar wahrgenommen?

Claus Fritzsche: Mir fiel auf, dass Arbeiten, welche Aussagen und Schlussfolgerungen des Buches „Die Andere Medizin“ und der Metaanalyse von Prof. Matthias Egger kritisch hinterfragten, in den Medien auf großes Desinteresse stießen.

Welche Arbeiten meinen Sie?

Claus Fritzsche: Dr. Christian Ullmann publizierte das Buch „Fakten über die andere Medizin“. Dr. Gunver Kienle und Dr. Helmut Kiene veröffentlichten den Kommentar „Evidenz- oder Eminenz-basiert? Stiftung Warentest: Die Andere Medizin“. Und Prof. Karl-Ludwig Resch, ein Kollege des Schlussgutachters Prof. Edzard Ernst, veröffentlichte den Artikel „Die Andere Medizin: Gut gemeint – schlecht gemacht“. Diese Wissenschaftler entdeckten teils entschuldbare Kleinigkeiten, teils schlampige Recherche, jedoch auch schwerwiegende Fehler, die auf eine insgesamt tendenziöse Darstellungsweise der Autoren und des Schlussgutachters hinweisen – wofür sich allerdings kein Medium interessierte.

Ähnliches geschah mit der Metaanalyse von Matthias Egger und der daraus abgeleiteten Proklamation des „Endes der Homöopathie“. Rainer Lüdtke, Biometriker der Karl und Veronica Carstens-Stiftung, erstellte eine systematische Neuauswertung der Metaanalyse und veröffentlichte seine Ergebnisse 2008 im Journal of Clinical Epidemiology, einer angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschrift. Was er in seiner Neuauswertung herausfand, erläuterte er mir laienverständlich in einem Interview und gemeinsam mit Kollegen in einem EICCAM-Forschungsdatenblatt. Auch hier fanden sich bedeutende Schwachstellen, welche die Autoren der ansonsten fundierten Publikation übersahen.

Was ist aus Ihrer Sicht damals in den Medien falsch gelaufen?

Claus Fritzsche: Nach herkömmlicher Betrachtung ist den Medien kein Vorwurf zu machen. Die Stiftung Warentest hat einen guten Namen und es wurde daher bereitwillig wiedergegeben, was in dem Hand-out stand, welches die Stiftung im Rahmen einer Pressekonferenz verteilte. Nachdem dann peu à peu kritische Stimmen auftauchten und das Buch nach einem Rechtsstreit mit der DHU (1) sogar vorübergehend aus dem Handel genommen werden musste, da – ja da war der Hype schon lange vorbei, die Nachricht nicht mehr aktuell und aus Sicht der Redaktionen wohl nicht relevant. So könnte man es zumindest sehen.

Auch die Berichterstattung über das von The Lancet proklamierte „Ende der Homöopathie“ war korrekt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann kam der Sachverhalt über eine Agenturmeldung in die Medien. Die Nachricht war fundiert und sie wurde angemessen berücksichtigt. Als die Metaanalyse von Prof. Matthias Egger dann drei Jahre später von Rainer Lüdtke neu ausgewertet wurde, da war die ursprüngliche „Story“ aus journalistischer Sicht veraltet und die Ergebnisse der Neuauswertung waren redaktionell somit von geringer Relevanz. So könnte es zumindest ein wohlwollender Betrachter des Sachverhalts sehen.

Man könnte es aber auch anders sehen, oder?

Claus Fritzsche: Ja, natürlich könnte man es auch so sehen, dass sich die Thematik „Komplementärmedizin und Forschung“ außerhalb des Radars vieler Redaktionen befindet und – wenn überhaupt – anekdotisch, abfällig oder als Kuriosität behandelt wird.

Bitte präzisieren Sie das etwas.

Claus Fritzsche: Für mich entstand damals der Eindruck, dass es in der Publikumspresse so eine Art „Weltanschauungs-Bias“ gibt, wenn es um CAM-Themen geht. „Bias“ ist der englische Ausdruck für „Verzerrung“. In medizinwissenschaftlichen Arbeiten spricht man von „Bias“, wenn Ergebnisse über- oder unterschätzt werden, z. B. weil das Design einer Untersuchung Ergebnisse formt.

In den letzten fünf Jahren, in denen ich mich intensiv mit dem Thema „Komplementärmedizin und Forschung“ auseinandergesetzt habe, ist für mich folgendes Bild entstanden: Ein sehr großer Teil der Öffentlichkeit, darunter Mediziner, Wissenschaftler, Patienten und Journalisten, hat relativ starre Vorstellungen davon, was sich hinter Begriffen wie „Naturheilverfahren“, „Komplementärmedizin“ oder „unkonventionelle Verfahren“ genau verbirgt. Mal sind die Vorstellungen idealisierend, rosarot, unkritisch mystifizierend. Mal sind sie voller negativer Vorurteile, die pseudorational verpackt werden, hinter denen sich jedoch negative Überzeugungssysteme, Unkenntnis sowie oftmals Ignoranz verbergen.

Die Bereitschaft beider Gruppen, ihr möglicherweise etwas zu positives oder ihr vielleicht etwas zu negatives Bild systematisch zu hinterfragen, ist in vielen Fällen gering ausgeprägt.

Heißt das, CAM Media.Watch soll „Weltanschauungs-Bias“ in den Medien aufspüren?

Claus Fritzsche: Nein, überhaupt nicht. Wäre das mein Anliegen, dann müsste ich selbst Experte sein und objektiv über „Wahrheit und Irrtum“ urteilen können. Ich bin jedoch Journalist und fachlich nur ein fortgeschrittener Laie. Als Journalist ist es nicht meine Aufgabe, selbst in die Experten-Rolle zu schlüpfen. Ich kann jedoch Debatten anstoßen und Experten zu Wort kommen lassen. Bewegen Sie sich in Grenzbereichen der Wissenschaft und begegnen Sie einer Kontroverse, dann gibt es meines Erachtens nur ein effektives journalistisches Instrument, welches Transparenz schafft:

Sie müssen sich weg von oberflächlichen Diskursfragmenten hin zum Kleingedruckten und den fachlichen Details bewegen. Und Sie müssen allen an einem Diskurs beteiligten Parteien, die substanziell etwas zu sagen haben, die faire Möglichkeit bieten, sich zu artikulieren – nicht nur Herrn Ernst. Diese Parteien sollten von qualifizierten Wissenschaftlern repräsentiert werden und nicht von Mitgliedern der Redaktion oder von Personen, die zwar Mediziner sind, sich mit den Details der Forschungslage und methodologischen Fragen jedoch nicht wirklich auskennen. Ein weißer Kittel oder die Mitgliedschaft in einem Verband sagen wenig über das vorhandene Forschungs-Know-how aus.

Debatten anstoßen, ist das Ihre Mission?

Claus Fritzsche: Ja, das ist meine Vision für CAM Media.Watch. Es geht mir darum, CAM-Forscher mit ihren Gedanken und ihrem Know-how aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm zu holen und einer breiteren Öffentlichkeit laienverständlich vorzustellen. Wenn ich meine Arbeit gut mache, dann kann dies Debatten anstoßen und den geistigen Horizont erweitern. Wenn es sehr gut läuft, dann wird auch CAM Media.Watch konstruktiv kritisch hinterfragt, so dass auch ich dazu lernen kann. Ich musste meine Vorstellungen zu CAM-Themen seit 2005 immer wieder revidieren und gehe davon aus, dass dies im Rahmen meiner Arbeit für CAM Media.Watch weiterhin der Fall sein wird.

Welche Medien wird CAM Media.Watch zukünftig beobachten?

Claus Fritzsche: Das Hauptinteresse von CAM Media.Watch gilt den klassischen Publikumsmedien: Tageszeitungen, Nachrichtenmagazine, Zeitschriften und Fernsehen. Neue Medien sind dann interessant, wenn sie sich wie z. B. Wikipedia ausführlich mit CAM-Themen beschäftigen und viele Leser finden.

Die Neuraltherapie nach Huneke, um die es in diesem Blog geht, zeigt ja geradezu mustergültig, dass Medizin- und Gesundheitsinformationen der freien Enzyklopädie Wikipedia qualifizierte Rezensionen gut gebrauchen können. Dr. med. Hans Barop analysierte 2010 den Wikipedia-Artikel „Neuraltherapie“ und kam zu dem Ergebnis, dass die hier angebotenen Informationen veraltet und tendenziös sind (2). Auf diese Kritik verweist sogar der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags (3). Bleibt es bei der jetzigen Artikelversion, so werde ich bei CAM Media.Watch noch ausführlich auf die Hintergründe eingehen.

Müssen es immer gleich Wissenschaftler sein, die CAM-Themen erläutern? Was spricht dagegen, wenn Journalisten Recherche-Ergebnisse aus ihrer Sicht vorstellen?

Claus Fritzsche: Kontroverse Diskussionen medizinwissenschaftlicher Fragestellungen erfordern ein Know-how, über das Journalisten in der Regel nicht verfügen – selbst wenn sie ein abgeschlossenes Medizinstudium und einen Dr. med. vorweisen können. Fassen sie Ergebnisse aus ihrer Sicht zusammen, dann besteht die große Gefahr, dass Informationen verloren gehen bzw. entstellt werden. Ein Beispiel:

DIE ZEIT präsentierte ihren Lesern im Dezember 2010 Plädoyers zu Gunsten und zu Lasten der Homöopathie. Das war schon einmal ein guter Ansatz, ein Streitthema von mehr als nur einer Seite aus zu beleuchten. Nicht nachvollziehen kann ich jedoch, warum die Pro- und Kontra-Statements von Journalisten – d.h. von Laien – und nicht von forschenden Wissenschaftlern stammten. Warum hat man nicht Prof. Edzard Ernst, Prof. Jürgen Windeler, Prof. Claudia Witt, dem erfahrenen Biometriker Rainer Lüdtke und Prof. Harald Walach die Möglichkeit gegeben, ihre teils ähnlichen und teils gegensätzlichen Sichtweisen laienverständlich vorzustellen?

Ich dachte immer, Aufgabe von Journalisten sei es, uns die Welt da draußen zu kommunizieren und verständlich zu machen. Anekdoten und Interpretationsversuche einer aus Laien bestehenden Redaktionsrunde ersetzen nicht das fachliche Know-how, welches sich Forscher über viele Jahre hinweg mühsam erarbeitet haben.

CAM Media.Watch wird von DHU und Heel finanziell gefördert. Wie unabhängig wird Ihre Berichterstattung sein?

Unabhängigkeit ist mir absolut wichtig – ebenso den Sponsoren, die meine redaktionelle Unabhängigkeit schon von sich aus sehr deutlich im Vertrag fixiert haben. CAM Media.Watch wurde von mir ja genau deshalb initiiert, um als Gegenpol zu unkritisch mystifizierenden und fundamentalistisch schmähenden Darstellungen von CAM-Verfahren eine fachlich qualifizierte Perspektive anbieten zu können. Diese soll kommerziell aber auch weltanschaulich unabhängig sein.

Um Interessenkonflikte von Anfang an zu vermeiden, weise ich auf die Sponsoring-Verträge mit DHU und Heel gut sichtbar hin. Diese Verträge regeln u. a., dass Redaktion und wissenschaftlicher Beirat unabhängig sind und ich als Herausgeber eine ganze Reihe von Vorgaben beachten muss: Presserecht, HWG, UWG, weltanschauliche, wissenschaftliche, politische Neutralität und weitere Punkte. So darf ich einzelne Marken oder Präparate meiner Sponsoren nicht benennen, homöopathischen Wirkstoffen keine Anwendungsgebiete zuschreiben und keine ärztlichen oder fachlichen Empfehlungen geben, die einen Arzt oder Heilpraktiker ersetzen sollen.

Der Hinweis auf das Sponsoring schafft Transparenz und eine kritische Öffentlichkeit. Das letzte Wort zur Qualität und Ausgewogenheit von CAM Media.Watch haben zum Schluss dann die Leser.

Reicht das aus, um redaktionell unabhängig zu sein?

Es kommt darauf an, welche Themen ich in welcher Weise erschließe. In der Wissenschafts-Kommunikation gibt es einfache Wege, um ganz subtil zu manipulieren. Sie können z. B. Informationen selektieren und Daten überinterpretieren, um Forschungsdaten mit einem positiven oder negativen „Spin“ zu versehen. Das ist eine Form der unterschwelligen Manipulation, die ohne wahrheitswidrige Aussagen auskommt. Ob solch eine Verzerrung bewusst und manipulativ oder unbewusst aus Unkenntnis geschieht, das muss man im Einzelfall prüfen.

Wie sieht so etwas in der Praxis aus, wenn Forschungsdaten mit einem positiven oder negativen „Spin“ versehen werden?

Nehme ich die bereits erwähnte Homöopathie-Metaanalyse von Herrn Egger (4) als Beispiel, dann könnte ich bei einer positiv verzerrten Darstellung darauf hinweisen, dass sich bei Berücksichtigung von 14 Studien eine Überlegenheit der homöopathischen Arzneimittel gegenüber Placebo zeigt und dies nach der „Logik des schwarzen Schwans“ deutlich gegen die Placebotheorie spricht. Gleichzeitig müsste ich jedoch verschweigen, dass die Metaanalyse von Shang et al. 2005 durchaus auch Argumente dafür liefert, dass die Daten zur Homöopathie mit der Placebohypothese kompatibel sind.

Wünsche ich mir eine negativ verzerrte Darstellung, dann kann ich die systematische Neuauswertung der Metaanalyse unter den Tisch kehren, wie das Prof. Edzard Ernst gegenüber dem Britischen Unterhaus machte. Ernst schrieb: „Probably, the review by Shang et al has been criticised by homeopaths. While no review can ever be without limitations, these criticisms have been refuted. If needed, I can provide further written evidence on this issue“ (5). Ernst entsorgt hier jene Argumente, die 2008 im Journal of Clinical Epidemiology publiziert wurden, und vermischt so wissenschaftliche Argumente mit politischen Motiven.

Thematisieren Sie in ihrem Blog sowohl negativ als auch positiv verzerrte Darstellungen?

Ist die Berichterstattung von CAM Media.Watch unparteiisch, dann muss sie auf beide Seiten der Medaille hinweisen. Es reicht natürlich nicht, das hier im Interview nur zu versprechen. Ich werde das in der praktischen Arbeit des Blogs demonstrieren. Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass eine ausgewogene Berichterstattung sehr viel Hintergrundwissen, emotionale Distanz zum Thema und zu eigenen Überzeugungen erfordert und deshalb nicht einfach ist. Es ist daher ehrlicher, eine unparteiische Berichterstattung anzustreben, jedoch nicht zu garantieren. Echte Transparenz entsteht erst durch einen kritischen Diskurs, an dem auch Stimmen außerhalb des Blogs beteiligt sind. Solch ein Diskurs ist jedoch nicht einfach, da die Qualifikationen, Denkmodelle, Paradigmen und Motive stark variieren.

Ohne diese Herausforderung wären CAM-Themen für mich allerdings nur halb so interessant. Es erfordert viel Spürsinn, sich im Labyrinth aus Fakten, Politik und Paradigmen nicht zu verirren. Genau das reizt micht.

Herr Fritzsche, vielen Dank für dieses Gespräch.

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(1) „Handbuch „Die andere Medizin“: Rechtsstreit gegen Stiftung Warentest beendet“, Pressemeldung der Deutsche Homöopathie Union (DHU), 2005

(2) „Wikipedia-Kritik: Neuraltherapie wird sachlich falsch und tendenziös dargestellt“, Neuraltherapie.Blog, 01.02.2010

(3) Roger Cloes, „Entwicklung und Bedeutung der im Internet ehrenamtlich eingestellten Wissensangebote insbesondere im Hinblick auf die Wiki-Initiativen“, Infobrief WD 10 vom 01.07.2011, Fußnote 54 im Kapitel 5.1 Autoren, Seite 15

(4) Shang A, Huwiler-Müntener K, Nartey L, Jüni P, Dörig S, Sterne JA, Pewsner D, Egger M., „Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy.“, Lancet. 2005 Aug 27-Sep 2;366(9487):726-32.

(5) House of Commons, Science and Technology Committee, „Evidence Check 2: Homeopathy“, Supplementary memorandum submitted by Edzard Ernst (HO 16a), 2. Shang et al

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Links zum Thema:

CAM Media.Watch – Komplementärmedizin in den Medien, kritisch rezensiert

Pressemitteilung: Neues Watchblog für Medizinjournalisten

Claus Fritzsche, GWUP & Esowatch. Hintergründe einer Kontroverse.

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