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Tendenziös: Werner Bartens und das Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. Mehr Qualität ist möglich!

Von Claus Fritzsche | 13.Oktober 2012


Wo gehobelt wird, fallen Späne. Veröffentlichen Tageszeitungen täglich hunderte neuer Artikel, Berichte, Kommentare etc., dann schleicht sich früher oder später auch einmal der Fehlerteufel ein. Das ist in Ordnung. Einen Anlass zu Kritik gibt es erst dann, wenn sich Fehler auffällig häufen oder Darstellungen wiederholt tendenziös sind. Im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung, seit 2008 unter der redaktionellen Leitung von Werner Bartens, ist dies meines Erachtens seit geraumer Zeit der Fall. Das Problem: Der Glanz, den Werner Bartens als preisgekrönter Journalist und Bestseller-Autor verbreitet, und der in vielen Jahrzehnten aufgebaute gute Ruf der Süddeutschen Zeitung lenken davon ab, dass es im Wissenschaftsressort handfeste und belegbare Qualitätsprobleme gibt. Für meinen Geschmack veröffentlicht SZ Wissen zu viele „inszenierte Geschichtchen“ von Journalisten, die ein starkes Sendungsbewusstsein haben, es mit den Fakten und dem Kleingedruckten jedoch nicht so genau nehmen. Als Ursache sehe ich die Nähe des Ressorts zur Ideologie der „Skeptikerbewegung“, einer naiv szientistisch ausgerichteten Gruppierung atheistischer Fundamentalisten. Der Versuch einer Bestandsaufnahme.

Eine Inszenierung kann trockene Zahlen, Daten, Fakten spannend präsentieren … oder aber verzerren und den Sinn entstellen.
Foto: © adimas – Fotolia.com

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Inhaltsübersicht

Die Liste der schwerwiegenden Kritikpunkte, die sich bei mir seit ca. drei Jahren angesammelt haben, ist lang. Es geht um fehlendes oder nur oberflächliches „Fact-Checking“, falsche Tatsachenbehauptungen, einseitige bzw. tendenziöse Berichterstattung, theatralisch inszenierte „Geschichtchen“ mit wenig Substanz, ideologische und missionarische Stilelemente, fehlende Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung und immer wieder um eine unsaubere und unprofessionelle Verquickung von Meinungsjournalismus und informierendem Journalismus. Was die SZ den Lesern ihres Wissenschaftsressorts neuerdings bietet, bewegt sich meiner Meinung nach viel zu häufig weit jenseits dessen, was ein Leit- und Qualitätsmedium der Öffentlichkeit zumuten darf. Nachfolgend stelle ich Ihnen Fallbeispiele vor, die überwiegend den Themenkomplex „Komplementärmedizin & Forschung“ betreffen. Das hängt damit zusammen, dass ich mich auf dieses Fachgebiet spezialisiert habe.
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Preisgekrönter Journalist

„Wo viel Licht ist, ist auch Schatten“

1. „Inszenierung“: Katrin Blawat über die Akupunktur

2. „Inszenierung“: Jens Lubbadeh über die Neuraltherapie

3. „Inszenierung“: Werner Bartens über die „unfassbare Gefahr“ der Schweinegrippe

4. „Inszenierung“: SZ Wissen über Gesundheit online

5. „Inszenierung“: Sebastian Herrmann über die Viadrina

6. „Inszenierung“? Katrin Blawat über Gentechnikstudie

7. „Inszenierung“: Sebastian Herrmann über „Schul- und Alternativmedizin“

8. „Inszenierung“: Markus C. Schulte von Drach über die Homöopathie und Prof. Harald Walach

Das Problem: atheistischer Fundamentalismus

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Preisgekrönter Journalist

Daran besteht für mich kein Zweifel: Mit Werner Bartens hat die Süddeutsche Zeitung einen Arzt, Historiker, Wissenschaftsjournalisten und Sachbuchautor, den man getrost als „Kapazität“ bezeichnen darf. Werner Bartens hat eine vorzeigbare Vita, ist Bestseller-Autor von lesenswerten Büchern wie z. B. „Glücksmedizin: Was wirklich wirkt“ und es hat sicherlich auch seinen Grund, dass er mehrfach mit renommierten Journalistenpreisen ausgezeichnet wurde. Ich schätze an ihm seine Fähigkeit, kollektive Überzeugungen kritisch zu hinterfragen. Bartens ist ein Querdenker par excellence, beispielsweise wenn er darauf hinweist, dass es besser ist, „mit guten Freunden Eisbein zu essen, als sich alleine und missmutig ein paar Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl einzuträufeln“ (1) oder wenn er bei Johannes B. Kerner spannend und leicht verständlich auf die konstruktive und destruktive Kraft unserer Erwartungshaltung aufmerksam macht (2). Kaum ein gesellschaftlicher Bereich ist so sehr mit Überzeugungssystemen, Paradigmen, Ideologien und Interessen überfrachtet wie das Gesundheitswesen. Schön, wenn Werner Bartens diese schillernde Welt hinterfragt. Soeben erschien sein neuestes Buch „Heillose Zustände“:
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Droemer über „Heillose Zustände“:
„Wachstum lieben alle. Wenn aber die Gesundheitsindustrie wachsen soll, müssen mehr Menschen krank sein. Deutschlands profiliertester Medizinjournalist Werner Bartens zeigt, wie Krankheiten erfunden und weshalb unnötige Medikamente verschrieben werden. Oft hängen aufwendige Untersuchungen nicht vom Verlauf der Krankheit ab, sondern von der Verfügbarkeit und vom Abschreibebedarf teurer Geräte. ‚Heillose Zustände‘ ist die überfällige Abrechnung eines Insiders mit einem System, das die Menschen kränker, nicht gesünder macht. ‚Klar ist: ein gutes Gesundheitssystem gibt es nicht zum Schnäppchenpreis, aber wer räumt da eigentlich mal auf in diesem Selbstbedienungsladen der Lobbygruppen? Und wo ist die Lobbygruppe der Patienten?‘ Frank Plasberg, Hart aber Fair“.
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Endlich einmal jemand, der hier Klartext spricht und ein breites Publikum findet. Ich bin gespannt, ob „Heillose Zustände“ auch Lösungs- und Verbesserungsvorschläge bietet. Missstände aufzudecken alleine gewährleistet schließlich kein leistungsfähiges, sozial gerechtes und wirtschaftliches Gesundheitswesen. Diese Frage stellte sich auch Basil Wegener (3) von dpa: „Vieles ist nicht ganz neu, anderes hört sich überspitzt an – aber als detaillierter Weckruf und faktengesättigte Streitschrift für eine humanere Medizin entfaltet das Buch eine ziemliche Wucht. Doch was tun?“
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„Wo viel Licht ist, ist auch Schatten“

… heißt es in leichter Abwandlung eines Goethe-Zitats im Volksmund. Bei allem Respekt und Würdigung der nicht in Frage stehenden Leistungen sehe ich solche „anderen Seiten“ auch im Falle von Dr. Werner Bartens. Auf seiner Homepage listet Bartens mit buchhalterischer Präzision auf, wann genau er in welcher Fernsehsendung zu Gast war (4) und für welche Preise er nominiert wurde, ohne diese zu erhalten (5). Im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung geht es nach meiner Beobachtung nicht ganz so präzise zu – dafür gerne politisch, missionarisch und belehrend. Nehmen wir SZ Wissen einmal unter die Lupe, so zeigen sich doch einige dunkle Seiten:
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1. „Inszenierung“:

Katrin Blawat über die Akupunktur

Tendenziöser Artikel, der aktuelle Studien zu Risiken und Nutzen der Akupunktur grob irreführend wiedergibt, minimale Risiken dramatisiert und eine aktuelle Metaanalyse, die den Nutzen der Akupunktur hervorhebt, mit keinem Wort erwähnt.
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Die wissenschaftliche Fachzeitschrift „The International Journal of Risk & Safety in Medicine“ veröffentlichte am 01.01.2012 erstmals Daten zu den Risiken und Nebenwirkungen von Akupunktur innerhalb des britischen National Health Service (NHS). Im Zeitraum 01.01.2009 bis 31.12.2011 gab es danach nur einen schweren Vorfall. Setzt man diesen einen Fall in Relation zu ca. 3 Millionen Akupunktursitzungen im gleichen Zeitraum, so kann das Risiko einer Akupunktursitzung innerhalb des NHS als extrem gering eingestuft werden. Ein SZ-Artikel von Katrin Blawat (6) (O-Ton: „Schwindelanfälle, Bewusstlosigkeit, kollabierende Lungenflügel: Die Nebenwirkungen der Akupunktur sind größer als gemeinhin angenommen. Vom Nutzen kann man das nicht behaupten.“ stellt diese Risiken jedoch grob irreführend dar und ignoriert gleichzeitig eine aktuelle Metaanalyse zur Akupunktur mit hochwertigen Daten, die für einen Nutzen der Akupunktur bei spezifischen Indikationen sprechen. Katrin Blawat hinterlässt den Eindruck, als ob nicht Zahlen, Daten und Fakten den Grundtenor ihres Artikels bestimmt haben. Wie tendenziös ihr Artikel ist, das fällt besonders dann auf, wenn man ihn mit einem fast zeitgleich erschienenen Beitrag von Dr. Cinthia Briseño bei SPIEGEL ONLINE (7) vergleicht. Gleiches Thema, gleicher Anlass und doch vermitteln Katrin Blawat und Dr. Cinthia Briseño den Eindruck, als ob sie in unterschiedlichen Universen leben würden. – Links zum Thema:
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Lesenswertes von Cinthia Briseño: „Akupunktur hilft. Aber warum?“, fragt SPIEGEL ONLINE.

Lesetipp: Prof. Walach: Akupunktur – Fragwürdige Nadelstiche?

DÄGfA korrigiert falsche Behauptungen

Gegendarstellung in der SZ vom 28.09.2012

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2. „Inszenierung“:

Jens Lubbadeh über die Neuraltherapie

Tendenziöser Artikel, der die Neuraltherapie als hochgradig gefährlich darstellt, obwohl sie in Fachkreisen als risikoarm eingestuft wird und unter dem Namen „diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie“ oder „lokale Nervenblockade“ zum therapeutischen Standard in Schmerzambulanzen gehört.

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) meldete im Juni 2011 „Die Schmerzbehandlung mittels Injektionen von Lokalanästhetika (sog. lokale und segmentale Neuraltherapie) wurde im Rahmen der Anträge der Komplementärmedizin als unbestrittene, nicht zur Komplementärmedizin zugehörige Leistung beurteilt, deren Kosten zu übernehmen sind“ (8) und bestätigte damit, was international ohnehin schon Standard ist. Prof. Dr. med. Lorenz Fischer, Dozent an der Uni Bern, sagte mir dazu im Interview (9): „Schon vor Jahrzehnten hat die Schulmedizin Verschiedenes von der Neuraltherapie übernommen – und zwar Teile der lokalen und segmentalen Neuraltherapie. Das ist ein starkes Indiz für die Wirksamkeit und Sicherheit der Neuraltherapie. In der breiten Öffentlichkeit ist dies allerdings nicht aufgefallen, weil die konventionelle Medizin von einer diagnostischen und therapeutischen Lokalanästhesie im Rahmen der „Interventionellen Schmerztherapie“ spricht, also einen anderen Begriff benutzt.“ In der Süddeutschen Zeitung wird daraus unter der dramatisierenden Überschrift „Werbung für gefährliche Therapien“: „Die Nebenwirkungen dieser wissenschaftlich nicht anerkannten und umstrittenen Therapie können tödlich sein.“ Der Artikel von Jens Lubbadeh hat übrigens auffällig viele Merkmale, die ich als Schmähkritik interpretiere. – Link zum Thema:
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Danke, SZ! Replik zu Jens Lubbadeh: „Die schmutzigen Methoden der sanften Medizin“. (→ Süddeutsche Zeitung)
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3. „Inszenierung“:

Werner Bartens über die „unfassbare Gefahr“ der Schweinegrippe

Theatralische Dramatisierung der Risiken der Schweinegrippe. Wenige Monate später machte SZ Wissen eine 180-Grad-Wende und inszenierte einen Leserbrief von Gerd Antes mit ebenso theatralischem Teaser und deplatzierter Überschrift.

Das Handelsblatt analysierte 2011, wie problematisch ein hysterischer Umgang mit Gesundheitsgefahren sein kann (→ „EHEC, H1N1, SARS – Tod durch Hysterie“). Laut Handelsblatt trieb z. B. die Angst vor dem „Rinderwahnsinn“ mehr Bauern in den Selbstmord, als Menschen am BSE-Erreger starben! Etwas mehr Sachlichkeit und Augenmaß in der medialen Berichterstattung hätte hier Leben retten können. Genau dieses Augenmaß fehlt einem Kommentar von Werner Bartens (10) zu den Risiken der Schweinegrippe, der 2009 förmlich Öl ins Feuer einer tief verunsicherten Öffentlichkeit goss. Überschrift und Teaser verbreiteten geradezu Weltuntergangsstimmung: „Schweinegrippe – Die unfassbare Gefahr – Experten können das Katastrophenpotential der Grippe noch nicht abschätzen. Die Gefahr durch ein Super-Virus ist womöglich so groß wie nie.“ Von „Katastrophenpotential“, „Super-Virus“, „Gefahr“, „den Viren zum Opfer fielen“, „Gefahr einer Seuche“, „so groß wie nie“ ist die Rede. Wollte Bartens hier BILD und SUPERillu rechts überholen? Nur wenige Monate später passte die Süddeutsche Zeitung ihr Fähnchen der neuen medial vorherrschenden Windrichtung an. Sie veröffentlichte einen Leserbrief von Gernd Antes (11), damals Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko). Dessen sachliche Argumente waren der SZ jedoch scheinbar zu wenig emotional. Die Online-Redaktion versah den Leserbrief mit einer theatralischen Überschrift und einem anmaßenden und belehrenden Teaser: Schweinegrippe – Kranke Zahlenspiele. Die Gesellschaft ist unfähig, mit Unsicherheit umzugehen. Dies trifft insbesondere beim Thema Schweinegrippe zu, findet Gerd Antes von der Ständigen Impfkommission.“ Aufmerksame Leser müssen so zu dem Schluss kommen, Werner Bartens sei unfähig, mit Unsicherheit umzugehen. – Links zum Thema:
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Kommentar von Werner Bartens zur Schweinegrippe
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Leserbrief von Gerd Antes zur Schweinegrippe
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4. „Inszenierung“:

SZ Wissen über Gesundheit online

Eine ganze Seite der Print-SZ zum Thema „Gesundheit aus dem Netz“ voller Anekdoten, Bonmots, Informationen ohne jeden Neuigkeitswert und leerer Phrasen. Lesernutzen gleich null. Wikipedia wird nur mit 80 nichtssagenden Worten erwähnt.
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Anfang Mai 2012 widmete die Süddeutsche Zeitung eine ganze Seite ihrer Printausgabe dem Thema „Gesundheit aus dem Netz“. Wer die Inhalte nachlesen will, der findet sie unter Sueddeutsche.de (12). Ich hatte mir hier Orientierung oder zumindest irgendeinen Mehrwert erhofft, wurden jedoch enttäuscht. Von einem Interview mit Prof. Martin Emmert einmal abgesehen, enthielten die Beiträge von Werner Bartens und Katrin Blawat eine simple Botschaft: „Das Internet bietet chronisch Kranken Anteilnahme. Gesundheitsinformationen aus dem Netz sind mit Vorsicht zu genießen.“ Diese Kernaussage wurde mit „Informationen“, deren Neuigkeitswert sich mir nicht erschließt, auf eine ganz Seite der Printausgabe aufgebläht. Wikipedia, eine der wichtigsten Online-Informationsquellen zu medizinischen und Gesundheitsthemen, wurde mit nur 80 Wörtern und dem nichtssagenden Urteil „in vielen Fällen keine schlechte Wahl“ abserviert (13). Vier wissenschaftlich fundierte Analysen von Wikipedia-Gesundheitsinformationen sehen das viel differenzierter (14).

Prof. Ingrid Mühlhauser und Kolleginnen stellten 2008 fest, dass die medizinischen und Gesundheitsinformationen von Wikipedia wichtige Kriterien für evidenzbasierte Patienteninformationen nicht erfüllen. Stacey M. Lavsa et al. untersuchten 2011 die Genauigkeit, Vollständigkeit und Referenzierung von Medikamenteninformationen der 20 meist verordneten Arzneimittel in den USA und stuften diese summa summarum als nicht vertrauenswürdig ein. Dr. med. Hans Barop erläuterte, warum die Neuraltherapie bei Wikipedia falsch und tendenziös dargestellt wird. Annette Lorenz untersuchte in ihrer Dissertation die medizinisch-wissenschaftliche Qualität aller 285 zahnmedizinischen Einträge der deutschsprachigen Wikipedia im Zeitraum November 2006 bis Januar 2008. 84 Prozent der untersuchten Inhalte vermittelten zum Zeitpunkt der Analyse „richtiges Wissen“, 56 Prozent der untersuchten Inhalte zeigten allerdings Defizite in der Darstellung. Hätte Werner Bartens solche fachlich fundierten Analysen komprimiert und allgemeinverständlich aufbereitet, dann hätte er seinen Lesern einen echten Mehrwert geliefert.

In ihrem 2010 veröffentlichten Buch „Patient im Visier: Die neue Strategie der Pharmakonzerne“ deckten die ARD-Journalisten Caroline Walter und Alexander Kobylinski auf, dass es sich bei vermeintlichen Patienteninformationen im Netz häufig um hochgradig tendenziöse, von Pharmafirmen gesponserte Seiten handelt. Auch mit einem Beitrag zu diesem Thema hätte Werner Bartens etwas mehr Lesernutzen schaffen können. – Links zum Thema:
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Gesundheitsportale – Was ist da – und was ist gut?, Süddeutsche Zeitung, 04.05.2012
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Medizin: Wikipedia auf dem Prüfstand. Qualität von Gesundheitsinformationen ist hoch, befriedigend und sehr niedrig.
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5. „Inszenierung“:

Sebastian Herrmann über die Viadrina

Tendenziöser Artikel über einen Ausbildungsgang an der Europa-Universität Viadrina. Zentrale Aussagen von Sebastian Herrmann basieren auf einem Missverständnis, welches sich mittels „Fact-Checking“ leicht hätte vermeiden lassen.
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Am 31.08.2010 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung den Artikel „Magie im Hörsaal“ von Sebastian Herrmann, dessen Onlineversion mit der zugespitzten Überschrift „Immer mehr Spinner“ versehen wurde. Worum geht es? „Heilen mit Zeichen, Schwingungen und Zukunftsorakel: An der Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder lehren Geistheiler und Esoteriker alternative Medizin. Das Vorlesungsverzeichnis bietet skurrile Überraschungen.“ Der Redakteur des SZ-Wissenschaftsressorts berichtet hier von einem zweijährigen Studiengang an der Viadrina, der angeblich zahlreichen in der Esoterik-Szene bekannten Dozenten eine Bühne als Lehrbeauftragte an einer Universität bietet. Zu den an der Viadrina „obskuren Unsinn“ lehrenden Personen gehören laut Sebastian Herrmann der Wünschelruten-Entwickler Erich Körbler, der „Experte“ für geokosmische Einflüsse Dieter Broers sowie der Entdecker angeblicher Gravitationswellen Hartmut Müller. „Die Zahl der Spinner nehme zu, klagt ein Lehrbeauftragter, der nicht genannt werden will“. Schade nur, dass Erich Körbler, Dieter Broers und Hartmut Müller zu keinem Zeitpunkt Lehrbeauftragte der Viadrina waren (oder je als Lehrbeauftragte geplant waren). Wer Sebastian Herrmanns Artikel heute online unter http://www.sueddeutsche.de/karriere/studiengang-komplementaere-medizin-immer-mehr-spinner-1.994002 lesen will, der erhält eine Fehlermeldung: „Server Fehler 404 – Dokument nicht gefunden“. Nanu, wie kommt’s? Sebastian Herrmann teilte mir mit, dass ihn ein Blogbeitrag von Florian Freistetter bei ScienceBlogs auf das Thema aufmerksam gemacht hat. Blogger Freistetter übernahm hier allerdings ungeprüft die falsche Darstellung einer Webseite (www.dgeim.de), auf der zwei verschiedene Seminarreihen versehentlich vertauscht wurden. Erstaunlich ist, dass Herrmann trotz schwerwiegender Vorwürfe gegen das Institut einer Universität nicht die Zeit fand, den Leiter des Lehrstuhls zu kontaktieren, um ihn zu Wort kommen zu lassen und um sich selbst abzusichern („Fact-Checking“). – Link zum Thema:
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Viadrina-Hoaxes von Bernd Kramer (SPIEGEL ONLINE), Sebastian Herrmann (Süddeutsche Zeitung) und Stefan Locke (F.A.Z.)
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6. „Inszenierung“?

Katrin Blawat über Gentechnikstudie

Kritik am Artikel „Bis der Teufel rauskommt“ von Katrin Blawat, der eine Studie zur Toxizität gentechnisch veränderter Pflanzen hinterfragt. Dr. Christoph Then von Testbiotech e.V. kritisiert Blawats Bewertungskriterien scharf und wirft der SZ-Redaktion „einseitige Berichterstattung“ vor.

„Können die Toxine, die gentechnisch veränderte Pflanzen produzieren, menschlichen Zellen schaden? Dies legt eine Studie nahe, die nun ein Team um den französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Séralini von der Universität Caen veröffentlicht hat …“ So beginnt ein Artikel von Katrin Blawat, den Dr. Christoph Then, Geschäftsführer eines Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie (Testbiotech e.V.) in einem geharnischten Leserbrief scharf kritisiert. Christoph Then ist promovierter Tierarzt, leitete den Bereich Gentechnik und Landwirtschaft bei Greenpeace und wirkte im Aufsichtsrat von foodwatch mit, bevor er 2009 Testbiotech gründete. – Ich habe den Artikel, um den es hier geht, weder gelesen noch bin ich in der Lage, die Kontroverse fachlich zu beurteilen. Thens scharfe Kritik soll hier dennoch als Position erwähnt werden, da seine Argumente frappierend an den Akupunktur-Artikel von Katrin Blawat erinnern. Mein Verdacht: Journalistisches Leichtgewicht stellt eine Kontroverse tendenziös und simplifizierend dar, ohne sie fachlich beurteilen zu können. „In ihrer Berichterstattung wird die Arbeit als fehlerhaft kritisiert. Es wird von ‚eklatanten Mängeln‘ gesprochen“ schreibt Then und reklamiert unzulässige Bewertungskriterien und einseitige Parteinahme zu Gunsten eines Experten, den er als Partei in einer Kontroverse einstuft. Sein Fazit: „Ich bedauere die an dieser Stelle sehr einseitige Berichterstattung in Ihrer Zeitung, die dazu führen kann, dass die notwendige kritische Diskussion der derzeitigen Prüfrichtlinien der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA und eine Überprüfung der oft von der Industrie finanzierten Studien unterbleibt und somit die Risiken für Verbraucher und Umwelt nicht näher untersucht werden.“ – Link zum Thema:

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„Bis der Teufel rauskommt“, Frau Katrin Blawat, SZ 17.2.2012, Leserbrief von Dr. Christoph Then vom 05.03.2012 (PDF)

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7. „Inszenierung“:

Sebastian Herrmann über „Schul- und Alternativmedizin“

Tendenziöser, unkritischer und ideologisch aufgeladener Artikel, der Elemente von Bericht (der Objektivität verpflichtet) und Kommentar (darf Meinungen wiedergeben und subjektiv sein) unprofessionell miteinander verquickt.

„Die oft beschworene Unterscheidung zwischen Schul- und Alternativmedizin ist Unsinn“ lautet der Untertitel eines reißerischen und in kriegerischer Sprache verfassten Artikels von Sebastian Herrmann (15) mit der Überschrift „Worthülsen der Heilkunde“. Der Artikel gibt im Wesentlichen den Vortrag und die Sichtweise von IQWiG-Chef Prof. Dr. med. Jürgen Windeler auf dem 6. Weltkongress der Skeptiker in Berlin wieder. Eine Frage wie z. B. „Ist die Unterscheidung zwischen Schul- und Alternativmedizin sinnvoll?“ oder ein Zitat „IQWiG-Chef Windeler hält die Unterscheidung zwischen Schul- und Alternativmedizin für nicht sinnvoll“ hätte zum Ausdruck gebracht, dass es sich hier um eine Meinung und subjektive Bewertung handelt, über die Sebastian Herrmann aus der Perspektive des neutralen Beobachters berichtet. Professionelle journalistische Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung – d.h. eine saubere Trennung zwischen Meinungsjournalismus und informierendem Journalismus – scheint dem Redakteur des Wissenschaftsressorts der Süddeutschen Zeitung schwer zu fallen, so mein Eindruck. Herrmann verweist in seinem Artikel auf Aussagen von Jürgen Windeler, wonach Begriffe wie komplementäre, integrative oder alternative Medizin überflüssig seien, da es ja nur um die Frage gehe, ob „es“ wirkt und Patienten nutzt oder nicht.

Ein pfiffiger Journalist hätte Windelers Thesen zunächst einmal präzise als Meinung dargestellt und ihm darüber hinaus drei wichtige Fragen gestellt. 1. Zur Logik: Warum unterscheiden wir zwischen Lkw und Pkw, wenn es doch nur darauf ankommt, ob „es“ fährt? 2. Zur Methodik: Wie will der IQWiG-Chef Wirksamkeit und Patientennutzen unkonventioneller Verfahren wissenschatlich fundiert beurteilen, wenn er sie nicht einmal untersuchen will? Hintergrund: Gegen Ende des Artikels heißt es: „Muss die Wissenschaft überprüfen, ob nicht doch etwas an solchen Ideen ist, und mögen sie noch so unplausibel sein? ‚Lasst uns darüber lachen, lasst es uns ignorieren und lasst es uns nicht untersuchen‘, sagte Windeler.“
3. Zur Rechtslage: Zweifelt Windeler wichtige Aussagen des deutschen Gesetzgebers an? Dieser hatte im Sozialgesetzbuch (SGB) V und im Arzneimittelgesetz (AMG) nach langer Diskussion die Besonderen Therapierichtungen als bedeutsam herausgestellt und ihre Bewertung in § 135 SGB V geregelt. Ist das Zitat korrekt und hat der IQWiG-Chef tatsächlich dazu aufgerufen, die Besonderen Therapierichtungen (oder wichtige Teile von ihnen) zu ignorieren und sie nicht wissenschaftlich zu untersuchen, dann stellt sich die Frage, wie objektiv und professionell Windeler das IQWiG leitet. – Links zum Thema:
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Prof. Jürgen Windeler löst Debatte aus: MdB Birgitt Bender, MdB Dr. Martina Bunge und der GKV-Spitzenverband beantworten Fragen zum IQWiG-Chef.
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8. „Inszenierung“:

Markus C. Schulte von Drach über die Homöopathie und Prof. Harald Walach

Tendenziöser, fehlerhafter und stark ideologisch aufgeladener Artikel, dessen Argumentation und Logik insbesondere auf zwei grotesken Behauptungen basiert, die falsch sind.

„Homöopathie ist ein reiner Placeboeffekt“ titelt Sueddeutsche.de einen Artikel von Markus C. Schulte von Drach (16), der mit jenem Stilelement beginnt, welches wir schon aus der 7. „Inszenierung“ von SZ-Redakteur Sebastian Herrmann kennen. Eine Überschrift wie z. B. „Ist Homöopathie ein reiner Placeboeffekt?“ oder „X Argumente, warum Homöopathie ein reiner Placeboeffekt sein könnte“ würde zum Ausdruck bringen, dass es sich hier um eine wissenschaftliche Debatte mit Einschätzungen und unterschiedlichen Meinungen handelt. Ich interpretiere den Artikel so, dass Markus C. Schulte von Drach seine persönliche Perspektive als gesichertes Wissen darstellen will. Damit dies nicht auffällt, werden der eigenen Hypothese widersprechende wissenschaftliche Stimmen (siehe z. B.: Homöopathie und die Placebo-These. Interview mit Dipl.-Stat. Rainer Lüdtke.) ganz einfach ausgeblendet. Wenn er das unbedingt machen will, dann muss er einen Kommentar verfassen. Kommentare dürfen subjektiv sein und Meinungen wiedergeben.

Scharfe Kritik verdienen Schulte von Drachs Ausführungen jedoch nicht, weil sie zu subjektiv sind. Sein Artikel ist kritikwürdig, weil zentrale Aussagen falsch sind. Christoph Trapp vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) schreibt (17):
Das eine Missverständnis ist verzeihlich. Markus C. Schulte von Drach hatte den Eindruck erweckt, Walach würde die Homöopathie durch das Prinzip der Quantenteleportation außerhalb strikter Quantensysteme erklären … Das andere Missverständnis kann ich schwer nachvollziehen, weil es hier um eine Thematik geht, die sich fachfremde Journalisten relativ schnell aneignen können, wenn sie ein klein wenig recherchieren, konzentriert lesen und aufmerksam zuhören. Wie nur kommt Markus C. Schulte von Drach zu der haarsträubenden Behauptung, Homöopathen würden Dr. med. Klaus Linde als Kronzeugen für die Wirksamkeit der Homöopathie aufführen. Richtig ist, dass der Medizinforscher im Kontext Homöopathie und Forschung zitiert wird. Linde wird hier jedoch in Hinblick auf einen ganz anderen Aspekt zitiert, …: Die kontroverse Diskussion der heterogenen Forschungsergebnisse zur Frage, ob homöopathische Arzneimittel einen spezifischen über Placebo hinausgehenden Effekt haben …“ Nur wer die Details kennt, kann verstehen, wie grotesk Schulte von Drachs Argumentation ist.
- Link zum Thema:
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„Knapp daneben, aber mitten ins Ziel – Ein Kommentar zu Markus C. Schulte von Drach: Umstrittenes Heilverfahren Homöopathie“
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Nachträge:

Weitere „Inszenierte Geschichtchen“, die nach dem Erscheinen dieses Blogbeitrags dokumentiert wurden:
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9. „Heiße Luft von Markus C. Schulte von Drach“

10. Rote Karte für Edzard Ernst. Freundschaftsdienst von Markus C. Schulte von Drach für einen weltanschaulichen (GWUP-) Genossen?

11. Magdalena Unger rezensiert Werner Bartens „Haltet mal die Luft an“. Mehr Qualität im SZ Wissenschaftsressort ist möglich.
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Das Problem: atheistischer Fundamentalismus

Wie kann es sein, dass die Wissenschaftsredaktion einer renommierten Tageszeitung so viele so schlecht recherchierte und tendenziöse Artikel veröffentlicht? Eine mögliche Erklärung bietet meiner Meinung nach der bekannte Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Lütz. In seinem neuesten Buch „Bluff! Die Fälschung der Welt“ schildert er im Kapitel „Der Irrtum des Richard Dawkins“ (S. 36 ff) wie fundamentalistische Atheisten Wissenschaft als eine Art Ersatz-Religion missbrauchen und entstellen. Manfred Lütz schreibt: „Ich habe atheistische Freunde, mit denen man sehr anregend diskutieren kann, doch für Dawkins sind in seinem Buch Menschen anderer Meinung entweder lächerlich, bösartig oder geistesgestört … Fundamentalisten diskutieren nicht gern.“
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Richard Dawkins und mit ihm geistesverwandte weltanschauliche Gruppierungen wie z. B. die „Skeptikerbewegung“ vertreten einen naiven Szientismus voller neopositivistischer Vorurteile. Wissenschaft wird hier, um es mit den Worten des klinischen Psychologen Prof. Harald Walach zu sagen, „als ein quasidogmatisches System verstanden, in dem es fest in Beton gegossene Regeln, starre Grundsätze und unumstößliche Gegebenheiten gibt“. Anhängern dieser Weltanschauung fällt es sehr schwer, wissenschaftliche Fragestellungen in ihrer Vielschichtigkeit, Komplexität und Widersprüchlichkeit zu ergründen. Kann es z. B. sein, dass es die in der Akupunktur angenommenen feinstofflichen „Energie-Meridiane“ im physikalischen Sinne vielleicht gar nicht gibt, die Akupunktur jedoch aus ganz anderen Gründen wirksam und medizinisch nützlich ist? Typische Vertreter eines atheistischen Fundamentalismus wie die Aktivisten der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) e. V. lassen solche Fragen gar nicht erst zu. Wie der Heidelberger Soziologe Dr. Edgar Wunder in seiner Studie „Das Skeptiker-Syndrom“ plastisch zeigt, verwechseln sie eine kritische Geisteshaltung mit einem starren negativen Glaubenssystem. Dass sich irrationale esoterische Heilslehren und eine von Antipathie getragene pauschale Verdammung von allem, was sich „esoterisch anfühlt“, in Wirklichkeit sehr ähnlich sind, das fällt ihnen nicht auf.

Aus meiner Sicht ist es kein Zufall, dass ausgerechnet Prof. Jürgen Windeler, Mitglied des „Skeptiker“-Vereins GWUP, Werner Bartens soeben in Sachen Buch-PR unterstützt hat (18). Es verwundert mich auch nicht, dass Markus C. Schulte von Drach auf seiner Homepage für den Verein GWUP wirbt und Sebastian Herrmann ohne jede kritische Distanz von einem „Skeptiker“-Kongress in Berlin berichtet, auf dem (wen wundert das noch) auch SZ-Gastautor Gerd Antes als Redner aufgetreten ist. Mich erinnert alles dies sehr an Mauschelei und eine Art ideologisches Product Placement. Bezahlte Werbeanzeigen, die wie redaktionelle Beiträge wirken, müssen als „Anzeige“ gekennzeichnet werden. Wie aber werden redaktionelle Inhalte gekennzeichnet, die einen klaren „ideologischen Spin“ haben?
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Quellen:

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(1) Interview mit Werner Bartens, www.droemer-knaur.de
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(2) Kerner, Gesund durch gute Gefühle, SAT.1, 25.03.2010
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(3) „Heillose Zustände“ – Drastischer Weckruf für eine bessere Medizin, Basil Wegener, Stern, 02.10.2012
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(4) Homepage von Dr. Werner Bartens, Fernsehauftritte, www.werner-bartens.de
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(5) Homepage von Dr. Werner Bartens, Preise, www.werner-bartens.de
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(6) Risiken der Akupunktur – Schwindelerregende Stiche , Katrin Blawat, Süddeutsche Zeitung, 08./09.09.2012 (PRINT)
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(7) Chronische Schmerzen: Akupunktur hilft. Aber warum?, Cinthia Briseño, SPIEGEL ONLINE, 11.09.2012
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(8) Neuraltherapie: EDI Schweiz bestätigt Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der lokalen und segmentalen Neuraltherapie, Imke Plischko, Neuraltherapie.Blog, 18.07.2011
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(9) Forschungslage Neuraltherapie: Interview mit Prof. Dr. med. Lorenz Fischer von der Universität Bern, Neuraltherapie.Blog, 21.08.2012
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(10) Schweinegrippe – Die unfassbare Gefahr, Kommentar von Werner Bartens, Süddeutsche Zeitung, 28.04.2009
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(11) Schweinegrippe – Kranke Zahlenspiele, Leserbrief von Gerd Antes, Süddeutsche Zeitung, 06.11.2009
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(12) Gesundheit aus dem Netz, Süddeutsche Zeitung, 04.05.2012
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(13) Gesundheitsportale – Was ist da – und was ist gut?, Süddeutsche Zeitung, 04.05.2012
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(14) Medizin: Wikipedia auf dem Prüfstand. Qualität von Gesundheitsinformationen ist hoch, befriedigend und sehr niedrig. – Claus Fritzsche, CAM Media.Watch, 11.01.2012
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(15) Worthülsen der Heilkunde, Sebastian Herrmann, Süddeutsche Zeitung, 22.05.2012
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(16) Umstrittenes Heilverfahren – “Homöopathie ist ein reiner Placeboeffekt”, Markus C. Schulte von Drach, Sueddeutsche.de, 01.12.2012
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(17) Prof. Harald Walach korrigiert Markus C. Schulte von Drach (Sueddeutsche.de), Christoph Trapp, DZVhÄ Homöopathie.Blog
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(18) Woran das deutsche Gesundheitssystem krankt, 28.09.2012, fos/aerzteblatt.de
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Themen: Neuraltherapie.Blog | 2 Kommentare »

2 Kommentare to “Tendenziös: Werner Bartens und das Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. Mehr Qualität ist möglich!”

  1. dr.jürgen jahnke schreibt:
    18th.November 2012 um 18:26

    Vielen Dank für die aufklärenden Kommentare.
    In einer Zeit in der Meinungsmanipulationen
    durch den atheistische Fundamentalisten
    in der Presse kaum Widerstand finden sind
    ihre Untersuchungen besonders wichtig.

    Mit freundlichen Grüßen
    j.jahnke

  2. ola schreibt:
    7th.April 2013 um 22:34

    Danke für diesen blogeintrag! Ich frage mich schon seit längerem, ob die wissenschftsredaktion von der industrie geschmiert wird – auf jedenfall (Bsp Schweinegrippe, Gentechnik) ist die eindeutig ihr sprachrohr, in der fast schon propaganda-artigen art, wie viele artikel verfasst sind.

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